Zum Schulstart in OÖ

Freiwillige auf der Straße für die Kleinsten

Oberösterreich
14.09.2026 11:20

Wenn in Oberösterreich die Schule wieder beginnt, stehen in der Gemeinde Engerwitzdorf (OÖ) Freiwillige an gefährlichen Übergängen und sorgen dafür, dass Autofahrer früher bremsen und das Handy weglegen. Dafür braucht es oft nur 30 Minuten Zeit am Morgen. 

In Oberösterreich beginnt die Schule wieder. Ein freudiger Tag für viele, zahlreiche Eltern haben aber die Sorge: Schafft es mein Kind sicher über die Straße? In Engerwitzdorf etwa will man sich nicht allein auf Glück und Vorsicht verlassen. Bürgermeister Christoph Meisinger erzählt: „Bei uns stehen zusätzlich zu den Schülerlotsen an zwei bis drei Tagen im Monat Freiwillige an gefährlichen Übergängen in unserer Gemeinde und helfen den Schülern. Mir ist es wichtig, dass das auch über den Schulstart hinausgeht.“

Laura (8) mit ihrer Mama Anja Weiermann.
Laura (8) mit ihrer Mama Anja Weiermann.(Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMM)
Bürgermeister Christoph Meisinger mit Polizistin Petra Autengruber.
Bürgermeister Christoph Meisinger mit Polizistin Petra Autengruber.(Bild: zVg)

Geplant ist die Aktion bis Weihnachten, im Vorjahr habe man das Projekt gestartet – mit Erfolg: Autofahrer werden aufmerksamer, legen das Handy weg, bremsen früher – allein durch die sichtbare Präsenz von Menschen in Warnwesten.

(Bild: Krone KREATIV/Markus Wenzel, stock.adobe.com)

Positives Beispiel für die Kinder
Zum Schulstart sind vier bis fünf Freiwillige im Einsatz, der Elternverein stellt zusätzlich Lotsen. Anja Weiermann, eine der Freiwilligen, bringt es auf den Punkt: „Es ist wichtig, dass Menschen freiwillig bei etwas mithelfen, wofür man kein Geld bekommt. Das ist dann gleichzeitig auch ein positives Beispiel für die Kinder.“

Wovon hätten Sie gerne mehr?

„Mehr davon“ ist die Serie für Geschichten über alles Positive, das in unserem Land passiert und meist viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Für Ideen, die anstecken. Für Menschen, die zeigen, wie es gehen kann. Sie haben etwas erlebt, gesehen oder gehört, bei dem Sie sich gedacht haben: „Davon brauchen wir mehr!“? Dann schicken Sie uns gerne alle Infos an lisa.stockhammer@ kronenzeitung.at

Nur ab und zu eine halbe Stunde Zeit
Engerwitzdorf zeigt, wie freiwilliges Engagement funktionieren kann – auch in anderen Städten und Gemeinden Oberösterreichs gibt es bereits tolle Projekte rund um den Schulweg. Man braucht dafür nur ab und zu morgens eine halbe Stunde Zeit – und kann so vielleicht Schlimmeres verhindern. Wir sagen jedenfalls: Mehr davon!

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