Eine Sonderstellung in Österreich nimmt Tirol mit dem massiven Ausbau der Kinderbildung und -betreuung ein: Kein Bundesland hat bis dato das Recht auf Vermittlung eines geeigneten Betreuungsplatzes gesetzlich verankert. Hintergrund ist auch, einem für Gemeinden gefährlichen Trend entgegenzuwirken, wie die Landesspitze im Interview erläutert.
Tiroler Krone: Die wichtigste Frage zum Start dieses neuen Modells: Was bringt es den Kindern, was den Eltern?
LH Mattle: Für die Kinder ist es eine unwahrscheinlich gute Gelegenheit, das Miteinander zu lernen, auch zu lernen, dass man nicht allein in der Gesellschaft ist, sondern dass man auch auf die Mitmenschen schaut. Die Eltern – das ist ein ganz großer Mehrwert – haben die Wahlfreiheit. Man kann sich entscheiden, ob man längere Zeit zu Hause bleibt oder ob die Kinder in einer Kinderbildungseinrichtung betreut werden sollen. Und dann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – in Tirol ist das schon auch etwas Entscheidendes.
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