Die schwarz-blaue Landesregierung legt in Sachen Sozialhilfebezug ein weiteres Schäuferl nach: Ab heute gelten die im vergangenen Herbst angekündigten strengeren Regeln. Damit soll laut Soziallandesrat Christian Dörfel die Bezugsdauer verkürzt und „das Vertrauen in den Sozialstaat“ gestärkt werden.
Seit dem Antreten der schwarz-blauen Landeskoalition im Jahr 2015 ist Oberösterreich bekannt für seinen restriktiven Kurs bei der Sozialhilfe. Die Zahl der Bezieher ist drastisch zurückgegangen – laut Statistik Austria von 14.750 im Jahr 2017 auf 5722 im Jahr 2024. Es geht aber immer noch ein bisschen härter: Soziallandesrat Christian Dörfel (ÖVP), seit Oktober 2024 im Amt, verschärft die Regeln noch einmal.
Insgesamt sind es fünf Neuerungen, die heute in Kraft treten:
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Maßnahmen richten sich so gut wie ausschließlich an ausländische Sozialhilfebezieher – dabei sind hierzulande 56 Prozent der Bezieher österreichische Staatsbürger. Insgesamt sind 34,4 Prozent der Bezieher Kinder.
Dörfel bekennt sich zum harten Kurs: „Sozialhilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe, kein Lebensmodell. Wer nicht dazu bereit ist, an der Verbesserung seiner Situation mitzuwirken und das System ausnutzen will, muss mit Konsequenzen rechnen.“
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