Ein Millionenprojekt nimmt mitten in Linz Gestalt an: Nach jahrelangen Diskussionen rücken nun die Baumaschinen an der Donau an. Bis zum kommenden Sommer soll dort eine neue Verbindung entstehen, die vor allem für Fußgänger und Radfahrer einiges verändern wird. Eine bislang unangenehme und nicht ungefährliche Passage könnte damit bald der Vergangenheit angehören.
Eine seit Jahren bekannte Schwachstelle für Radfahrer und Fußgänger soll nun verschwinden: Heute, Montag, starten an der Donaulände die Arbeiten für die neue Rampe, die künftig von der Nibelungenbrücke direkt in den Donaupark führen wird. 3,4 Millionen Euro investieren Stadt und Land in das Projekt, fertig sein soll die Verbindung im Juli 2027.
Schutzweg hat ausgedient
Vor allem die bisherige Route soll dadurch sicherer werden. Wer von der Nibelungenbrücke Richtung Lentos und Donaupark unterwegs ist, muss derzeit noch die stark befahrene Untere Donaulände über einen Schutzweg queren. Mit der neuen Rampe fällt diese Gefahrenstelle künftig weg. „Ich bin sehr froh, dass Menschen, die zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs sind, künftig nicht mehr den gefährlichen Weg über die Untere Donaulände riskieren müssen“, sagt Mobilitätsreferent und Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP).
Barrierefrei nutzbar
Die rund 123 Meter lange und bis zu 3,90 Meter breite Stahlkonstruktion wird westlich des Lentos errichtet und überwindet gut fünf Meter Höhenunterschied. Mit einer Steigung von rund 4,3 Prozent soll sie auch barrierefrei nutzbar sein. Die Trasse führt dabei zwischen bestehenden Bäumen hindurch, die erhalten bleiben sollen.
Im Sommer 2027 fertig montiert
Los geht es zunächst mit den Fundamenten und Pfahlgründungen. Ab Jänner 2027 werden Teile der Tragkonstruktion eingehoben, im Sommer soll schließlich die Stahlbrücke fertig montiert werden. Beleuchtung in den Handläufen und ein rutschfester Belag gehören ebenfalls zum Projekt.
„Ein starkes Zeichen“
Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) sieht die Rampe als Teil eines größeren Ausbaus entlang der Donau. Gemeinsam mit der verbreiterten Rampe auf Urfahraner Seite und dem neuen Radweg nach St. Margarethen werde „ein starkes Zeichen für eine moderne und sichere Radinfrastruktur entlang der Donau“ gesetzt.
Beschlossen hatte der Linzer Gemeinderat das Millionenprojekt bereits Anfang Juli. Nun wird aus den Plänen eine Baustelle.
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