Böse Worte für Haider. Herbert Kickl ist kein Jörg Haider – wenn man das schreibt, dann wird darüber im Netz heiß diskutiert. In meinem Sonntags-Kommentar in der „Kronen Zeitung“ und auf krone.at hatte ich aus Anlass der großen FPÖ-Jubiläums-Feier 40 Jahre nach dem Haider-Putsch in der FPÖ das – gelinde gesagt – ambivalente Verhältnis von Herbert Kickl zu Jörg Haider kommentiert. Vor 40 Jahren hatte der oberösterreichische Kärntner Haider beim Parteitag in Tirol die Macht bei den Blauen übernommen, später war Kickl als Redenschreiber an der Seite des Idols. Doch nach dem in Knittelfeld vollzogenen Bruch in der FPÖ fand Kickl lange nur böse Worte für den nicht mehr blauen, sondern dann BZÖ-orangen Haider, den er als „Pippi Langstrumpf“ titulierte und ihm nachsagte, er sei „ohne Rückgrat und Charakter“. Doch Kickl hat mit dem tödlich verunglückten FPÖ-Abtrünnigen längst seinen Frieden gemacht und ihn nun sogar groß gefeiert. Dennoch sei Kickl eben - aus welchem Blickwinkel auch immer man ihn betrachte – kein Haider, hatte ich gemeint.
Kickl und Trump. Und was meinen die Poster auf krone.at? Die Gefühle, die Urteile fallen gemischt aus. „Nein, Kickl ist kein Haider, er führt die FPÖ zu einem wesentlich größeren Wähleranteil als Haider“, meint einer – und das teilen viele. Wie etwa ein anderer meint: „Kickl muss kein Haider sein, um Erfolg zu haben.“ Doch auch harsche Negativurteile sind zu lesen. „Kickl kann man nur mit Trump vergleichen“, wird da etwa gepostet, oder auch „Man braucht beide nicht“. Auch eine Meinung: „Haider schaute gut aus, hatte eine angenehme Stimme, eine abgeschlossene Ausbildung und eine Verbindung zu den Menschen.“ Wiederum ein anderer findet: „Gottseidank ist er nicht wie Haider“ oder „Haider war gut, Kickl ist besser“. Jaja, die Zeiten ändern sich, die Personen ebenso.
Kommen Sie gut durch den Montag!
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