Durch Gesetzesnovelle

Besonderer Wein: Die Rettung des Uhudlers

Burgenland
14.09.2026 09:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Ohne die Weingesetznovelle würde es den Uhudler wohl nicht mehr geben. Es sei ein Paradebeispiel für den Erhalt regionaler Besonderheiten.

Ein Buschenschank ohne Uhudler wäre wie eine Brettljause ohne Speck oder ein Sommer ohne Sonnenschein: möglich, aber nicht dasselbe. Kein Wunder also, dass die traditionsreiche Weinspezialität mit dem fruchtigen Aroma und der intensiven rosa bis roten Farbe aus dem Südburgenland nicht mehr wegzudenken ist.

Ungewisse Zukunft
Die Verwendung von Direktträger- bzw. amerikanischen Rebsorten geht auf die Zeit nach der Reblaus zurück. Über Generationen wurde daraus eine eigenständige Weinkultur entwickelt, die bis heute mit den Winzerfamilien und der Landschaft im Landessüden verbunden ist. Doch vor zehn Jahren stand der Uhudler vor einer ungewissen Zukunft. Rodungen von Uhudler-Weingärten standen im Raum.

Die Lösung brachte erst eine Novelle des österreichischen Weingesetzes 2016. Sie sicherte den Uhudler sogar auf EU-Ebene rechtlich ab – inklusive Gebietsschutz. Und, sie ermöglichte den südburgenländischen Winzern, dass sie den Wein weiterhin herstellen und vermarkten dürfen.

Auch Verena Dunst setzte sich für den Uhudler ein.
Auch Verena Dunst setzte sich für den Uhudler ein.(Bild: Christian Schulter)

Kampf um den Uhudler
„Wir haben gemeinsam dafür gekämpft, dass dieser besondere Wein weiterhin produziert werden darf. Dieser Einsatz hat sich gelohnt. Der Uhudler ist fest in der Region verankert und weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt“, sagt Landwirtschaftskammerpräsident Niki Berlakovich.

Für ihn ist diese Erfolgsgeschichte ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig der Erhalt regionaler Besonderheiten ist: „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe schaffen damit eine unverwechselbare Identität und Wertschöpfung. Uhudler kann nicht irgendwo produziert werden. Er ist untrennbar mit dem Südburgenland und seinen Menschen verbunden. Deshalb wollen wir die Betriebe auch weiterhin stärken.“

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