Staatsanwalt ermittelt

Landwirtschaftskammer um weitere Anklage reicher

Salzburg
08.09.2026 16:10
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Angeklagt wurde jetzt der Ex-Direktor der Landwirtschaftskammer Salzburg, Nikolaus Lienbacher, von der Staatsanwaltschaft. Ermittlungen haben zum Vorwurf der Untreue geführt – inklusive Schaden in Höhe von knapp 39.000 Euro. Eine ebenfalls beschuldigte Abteilungsleiterin wurde hingegen freigesprochen. 

Nicht zur Ruhe kommt die Salzburger Landwirtschaftskammer. Nach einer Schlammschlacht rund um die Stellenbesetzung des Kammeramtsdirektors Nikolaus Lienbacher und Postenschacher-Vorwürfen – die „Krone“ berichtete mehrfach – gibt es nun ein weiteres Kapitel rund um den ehemaligen Kammerdirektor.  

Konkret wird ihm vorgeworfen, dass er Mitte 2025 seine Position missbrauchte und ein zu hohes Gehalt einer Mitarbeiterin genehmigt habe – und das rückwirkend. Demnach sei der Landwirtschaftskammer dadurch ein Schaden in Höhe von 38.444 Euro entstanden. Bis zur Pension der Frau wäre ihr Gehalt dann insgesamt noch um weitere 104.656 Euro zu hoch gewesen. 

Ebenfalls beschuldigt war zudem die Abteilungsleiterin. Weil nicht bewiesen werden konnte, ob sie tatsächlich wusste, dass es sich bei ihrer Gehaltserhöhung um Amtsmissbrauch handelt, wurde sie freigesprochen. Ebenso vom Verdacht der Urkundenunterdrückung. Angeblich von ihr mitgenommene Dokumente aus der Landwirtschaftskammer konnten bei einer Hausdurchsuchung nicht gefunden werden. 

Kurios: Auch sie selbst zeigte die Hearing-Kommission der Kammer an – wegen angeblich anzüglicher Bemerkungen und Gesten. Weil der Anfangsverdacht fehlt, wurde hier von einem Ermittlungsverfahren abgesehen.  

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