Ein echter Hingucker!

Tüftler tourt mit Radl-Wohnwagen durchs Land

Salzburg
11.09.2026 15:30

Wohnmobil war gestern! Gerhard Ofner (65) strampelt mit seinem selbst gebauten Radl-Wohnwagen quer durchs Land Salzburg. Selbst das zache Wiestal hielt den Pensionisten nicht auf. Bald will er mit dem 40-Kilo-Gespann bis nach Spanien fahren.

Wer dieser Tage durchs Land Salzburg fährt, der könnte auf ein ungewöhnliches Gefährt treffen: ein Fahrrad mit einem Wohnwagen. Gelenkt wird der Drahtesel von Gerhard Ofner. Der Gmundner ist Pensionist und hat sich einen Traum erfüllt: „Ich habe ein normales Wohnmobil auch, mit dem war ich viel unterwegs. Dann hat es mich gejuckt, so etwas auch fürs Radl zu machen, damit ich auch so irgendwo damit hinfahren kann.“

Mit reiner Muskelkraft, ohne Elektrohilfe zieht der Bastler seinen 30 bis 40 Kilogramm schweren ...
Mit reiner Muskelkraft, ohne Elektrohilfe zieht der Bastler seinen 30 bis 40 Kilogramm schweren Anhänger bis in den Pinzgau.(Bild: JHK)

Gesagt, getan: Der Ex-ÖBB-Mitarbeiter ist technikaffin, war bei den Bundesbahnen in der Vermessung tätig. Nach einigen Tüfteleien und Schweißerarbeiten war sein Anhänger fertig. Platz genug zum Schlafen, Wände aus PVC, ein kleines Türchen zum Reinkraxeln, ein Deckel-Dach zum Anheben mit Insektenschutz. Im Inneren eine Matratze, ein Schlafsack, Zahnbürstl, Duschgel und Ersatzgewand.

Zitat Icon

Das ist jetzt nur mal ein erster Test, von Gmunden bis Uttendorf. Eigentlich will ich mit dem Radl-Wohnwagen nach Spanien fahren. Das wäre mein Traum. 

Gerhard Ofner, Bastler aus Gmunden auf dem Weg durch Salzburg

Damit Ofner nicht im Dunkeln sitzen muss, hat er eine eigene Solarzelle montiert: „Die ist aber nur für die Innenbeleuchtung, für die Außenbeleuchtung und fürs Telefon zum Laden.“ 30 bis 40 Kilogramm hat sein Vehikel. Auf Elektro-Unterstützung verzichtet er: „Ich fahre mit reiner Muskelkraft.“

Auch die Klingel auf dem Gefährt ist speziell: Mit einer Quietscheente will Ofner Fußgänger auf ...
Auch die Klingel auf dem Gefährt ist speziell: Mit einer Quietscheente will Ofner Fußgänger auf sich aufmerksam machen.(Bild: JHK)

192 Kilometer bis zum Bauleitertreffen
Die „Krone“ hat den findigen Tüftler in Hallein getroffen. Er war an diesem Tag gerade von Gmunden nach Golling unterwegs. Wobei die Tennengauer Gemeinde nur eine Zwischenstation war, wie der 65-Jährige erzählt: „Das ist meine erste Ausfahrt mit dem Wohnwagen. Es ist nur ein Test. Mein Ziel ist Uttendorf, dort fahr’ ich zum Treffen von ehemaligen ÖBB-Bauleitern.“ 192 Kilometer sind das. Und keine einfachen, wie er schildert: „Also durch das Wiestal, das war schon zach. Da hätte ich außen herumfahren sollen. Aber sonst geht es soweit.“

Von Gmunden nach Hallein hat Ofner acht Stunden gebraucht: „Aber mit einem kurzen Stopp am Mondsee. Da bin ich reingesprungen, herrlich war das.“ Sollte sein erster Test erfolgreich sein, hat der Gmundner noch einiges vor: „Ich will mit dem Radl-Wohnwagen nach Spanien fahren. Das wäre mein Traum.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung