Rekord an Unfällen

Forderung nach Tempo 30 vor allen Schulen

Steiermark
11.09.2026 05:00

Ein 30-er gilt nicht zwingend vor jeder Schule. Aufgrund der steigenden Schulwegunfälle wird der Wunsch pünktlich zum Schulstart in der Steiermark wieder lauter. Eine Initiative in Leoben zeigt Sorgen von Eltern.

Die Anzahl der Schulwegunfälle schoss in der Steiermark letztes Jahr in die Höhe, wie eine Analyse des österreichischen Verkehrsclubs (VCÖ) kürzlich ergeben hat. 86 Kinder wurden verletzt, davon neun schwer. Österreichweit war jedes dritte Opfer zu Fuß unterwegs.

Doch wo lauern die größten Gefahren in der Steiermark? An welchen Kreuzungen, in welchen Gemeinden? Das will der grüne Verkehrssprecher Lambert Schönleitner jetzt von Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ) wissen. „Wenn Eltern oder Kinder an einer Stelle jeden Tag ein ungutes Gefühl haben, sollte die Landesrätin schauen, was sich dort konkret verbessern lässt“, sieht Schönleitner dringenden Handlungsbedarf.

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Spätestens jetzt zum Schulstart ist ein guter Zeitpunkt, sich die Wege noch einmal anzuschauen.

Lambert Schönleitner (Grüne)


Eine Forderung ist, flächendeckend Tempo 30-Zonen vor Schulen zu verordnen. Auch der VCÖ spricht sich immer wieder dafür aus.

Verkehrssicherheit erhöhen
In Leoben macht sich derzeit eine Elterninitiative etwa dafür stark, dass auf der Landesstraße beim Bildungszentrum Fröbelgasse eine 30-er Beschränkung gilt. Die Schulkinder müssen dort die Landesstraße überqueren, um die Bushaltestelle zu erreichen. „Wir unterstützen die Elterninitiative“, sagt Susanne Sinz, Grüne Gemeinderätin in Leoben. Es gäbe zwar einen Zebrastreifen vor Ort, aber die Gefahr sei trotzdem hoch. „Die Polizei will unterstützen bei der Schutzwegsicherung, aber das geht wahrscheinlich nicht den ganzen Tag“, meint Sinz. Tempo 30 vor Ort würde die Verkehrssicherheit „massiv“ erhöhen, meint sie.

Der Landtagsabgeordnete Schönleitner möchte vom Land wissen, wie viele solcher Fälle es noch gibt: „Am Ende geht’s darum, dass Kinder sicher in die Schule und wieder heimkommen.“

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