In der Steiermark

Schulwegunfälle: Zahl im Vorjahr stark gestiegen

Steiermark
27.08.2026 09:57

In zweieinhalb Wochen beginnt in der Steiermark wieder die Schule. Im Vorjahr ist die Zahl der Schulwegunfälle stark gestiegen, berichtet der Vekehrsclub Österreich. Was Eltern machen können? Eine Expertin hat Tipps.

Die Zahl der Schulwegunfälle ist im Vorjahr in der Steiermark auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2019 gestiegen, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Die Zahl der Schulwegunfälle war mit 77 im Vorjahr um 29 höher als im Jahr 2024 – das ist eine Steigerung von 60 Prozent! Die Zahl der verletzten Kinder nahm um 27 auf 86 zu, davon wurden neun Kinder schwer verletzt. Zum Glück wurde zum 17.Mal in Folge das Ziel „kein tödlicher Schulwegunfall“ erreicht, berichtet der VCÖ.

Im Bundesländer-Vergleich hatte die Steiermark die vierthöchste Anzahl an Schulwegunfällen, informiert der VCÖ. Die meisten Schulwegunfälle gab es in Oberösterreich mit 102 vor Niederösterreich mit 85.

Insgesamt sind Schulwege aber trotzdem sicherer als Freizeitwege. Dazu tragen zahlreiche Maßnahmen bei, wie beispielsweise Schülerlotsen oder Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im Schulumfeld. Gerade deswegen rät VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk auch dazu, Kinder dazu zu ermutigen, den Schulweg zu Fuß zurückzulegen. „Damit erlangen die Kinder Kompetenz für das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Diese Erfahrung hilft ihnen bei all ihren Wegen, die sie in der Freizeit zurücklegen. Kindern, die von Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden, wird diese Chance genommen.“

VCÖ rät: „Schulweg in den Ferien üben“
Bei Schulanfängern sowie bei Kindern, die im Herbst die Schule wechseln, ist es wichtig, den Schulweg in den Ferien zu üben, betont die VCÖ-Expertin. Da in der Regel mehrere Wege zur Schule führen, sollte jener Schulweg gewählt werden, wo weniger Autos fahren, es ein lückenloses Netz an Gehwegen gibt und weniger Straßen zu überqueren sind. Schenk rät dabei, den Schulweg stets aus der Perspektive des Kindes zu betrachten. Beispielsweise können bei Straßenübergängen Hindernisse oder parkende Autos die Sicht für Kinder einschränken oder die Sicht auf Kinder beeinträchtigen.

Deshalb plädiert der VCÖ auch dafür, dass Halte- und Parkverbote vor Schutzwegen von fünf auf zehn Meter ausgeweitet werden. Auf für eine Ausweitung der 30er-Zonen vor Schulen macht sich der VCÖ stark und plädiert zudem für ein lückenloses Netz an Geh- und Radwegen. 

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