FF Metnitz packt an

In Bauphase: Ersatzrüsthaus im Totentanzdepot

Kärnten
26.09.2026 14:00

Längst hatte die Feuerwehr Metnitz (Kärnten) zu wenig Platz, daher wird nun um- und zugebaut. Das Siedeln in die Ersatzquartiere war herausfordernd. Die Feuerwehrleute bringen sich bei den Arbeiten ein. Nächstes Jahr wird beim neuen Rüsthaus gefeiert.

„Nach Jahren der Vorbereitung, zahlreichen Besprechungen und intensiven Planungen wurde vom Gemeinderat der Marktgemeinde Metnitz der Um- und Zubau unseres Rüsthauses mit überwältigender Mehrheit beschlossen“, jubelte die Feuerwehr Metnitz Anfang September auf ihrer Facebookseite.

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Drei von vier Fahrzeugen konnten wir im Totentanzdepot unterbringen, in unserer vorübergehenden Bleibe.

FF-Kommandant Hannes Grabner

Bisher waren im alten Rüsthaus Tricks notwendig
„Im Rüsthaus, das 1968 erbaut wurde, haben wir einfach keinen Platz mehr“, so Kommandant Hannes Ebner. „Wir haben einige Tricks anwenden müssen: Für das Tanklöschfahrzeug haben wir eigene Reifen, damit es niedriger ist und überhaupt hineinpasst. Die Spiegel haben wir kürzen müssen. Und die Fahrzeuge sind in Zukunft noch einige Zentimeter größer. Der Kühlwagen, den wir im Falle eines Blackouts brauchen, aber auch so schon eingesetzt haben, hat nie Platz im Rüsthaus gehabt. Künftig haben wir alles in einem Gebäude.“ Zudem war im alten Rüsthaus der Kanal immer wieder verstopft und es war insgesamt schon abgewohnt.

1893 wurde die FF Metnitz gegründet, 1986 wurde dieses Gebäude für die Wehr errichtet.
1893 wurde die FF Metnitz gegründet, 1986 wurde dieses Gebäude für die Wehr errichtet.(Bild: FF Metnitz)

Bevor Bauarbeiter anrücken, musste das alte Rüsthaus ausgeräumt und komplett entkernt werden. „Da packt die Feuerwehr selbst an, reißt innen weg, was weggehört. Das ist großartig, das spart viel Geld“, zeigt sich Bürgermeister Peter Grabner dankbar. „Das Umsiedeln in die Notquartiere ist logistisch schon eine Herausforderung!“

„Im Depot nahe dem Friedhof, wo für gewöhnlich die Totentanztribüne lagert, konnten wir unsere Einsatzkleidung, die wichtiges Gerätschaften und drei von vier Fahrzeugen unterbringen. Ein Mannschaftsbus und ein Anhänger stehen im Bauhof der Gemeinde“, erklärt Ebner. „Für einen Einsatz haben wir alles Notwendige schnell verfügbar.“

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Die Feuerwehr hat sich viele Rüsthäuser angeschaut und mitgeplant, damit es für ihre Abläufe passt. Die Feuerwehrleute arbeiten jetzt auch beim Abriss voll mit.

Bürgermeister Peter Grabner

Um- und Zubau, thermische Sanierung, Arbeiten an Fassade, Fenstern, Dach dürften sich auf 1,66 Millionen Euro belaufen, die vom Land, aus Mitteln wie ORE, Leader und anderen, von der Gemeinde und aus einem Kredit stammen. „In dem Gebäude befinden sich mehrere Vereine: Unten hat die Feuerwehr ihren Maschinenraum, oben einen Kameradschaftsraum. Im ersten Stock finden auch die Schützen und die Musikschule Platz“, erklärt der Bürgermeister, der hofft, die Feuerwehr könnte heuer noch mit den Fahrzeugen ins umgebaute Rüsthaus siedeln und im nächsten Frühling könnte das gesamte Projekt fertiggestellt werden.

„Ein guter Kompromiss“
„Ein Normrüsthaus ist es nach dem Um- und Zubau nicht, aber es ist ein guter Kompromiss“, so Kommandant Ebner. „Wir haben beispielsweise auch nächstes Jahr keine getrennten Umkleiden für Männer und Frauen. Aber für unsere Feuerwehrfrauen ist das in Ordnung.“ Ebner und seine 40 aktiven sowie sieben Altmitglieder freuen sich schon auf das neue Rüsthaus und auf das Herbstfest 2027. 

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