Leiche identifiziert
Vermisster Student nach sechs Jahren tot gefunden
Fast sechs Jahre lang fehlte von Jason Landry jede Spur. Nun gibt es für seine Familie traurige Gewissheit: In Texas wurden menschliche Überreste gefunden und durch eine DNA-Analyse eindeutig als jene des 21-Jährigen identifiziert. Wie Landry starb, ist allerdings weiterhin ungeklärt.
Landry war Student an der Texas State University und verschwand am 13. Dezember 2020. Der damals 21-Jährige war auf dem Weg von San Marcos zum Haus seiner Familie in Missouri City im US-Bundesstaat Texas.
Schlüssel steckte noch in Zündschloss
Kurz nach Mitternacht am 14. Dezember wurde sein schwer beschädigtes Auto auf der Salt Flat Road nahe Luling entdeckt. Die Scheinwerfer waren noch eingeschaltet, der Schlüssel steckte im Zündschloss und die Beifahrertür war verschlossen. Von Landry selbst fehlte jedoch jede Spur.
Mehrere persönliche Gegenstände des jungen Mannes, darunter Kleidungsstücke, wurden nach Angaben der Behörden rund um die Unfallstelle gefunden. Trotz umfangreicher Suchaktionen durch Polizei, Suchteams und freiwillige Helfer blieb Landry verschwunden. In den folgenden Jahren wurden wiederholt weitere Suchaktionen durchgeführt und neue Hinweise überprüft.
Remains were found along Salt Flat Road in Luling, Texas.
— Rose (@901Lulu) September 20, 2026
This is where Jason Landry went missing from in December 2020. His vehicle was found abandoned along Salt Flat Road with his belongings left inside.
The skeletal remains were found in the 1400 block of Biggs Road,… pic.twitter.com/CC064BSpuV
Überreste nahe dem damaligen Unfallort
Am 8. September 2026 entdeckte schließlich ein Anrainer menschliche Überreste östlich der Salt Flat Road zwischen Soda Springs und Biggs Road – in der Gegend, in der Landry verschwunden war.
Eine DNA-Analyse des University of North Texas Center for Human Identification (UNTCHI) brachte anschließend Gewissheit. Die Untersuchung bestätigte, dass es sich bei den Überresten um jene von Jason Landry handelt. Das Büro des texanischen Generalstaatsanwalts Ken Paxton gab schließlich die Identifizierung bekannt.
Für die Ermittler bleiben allerdings wichtige Fragen offen. Die Überreste liefern keine zusätzlichen Hinweise auf die Todesursache oder die näheren Umstände seines Todes. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es laut den Behörden nicht.
Familie bitte um Privatsphäre
„Diese Entwicklung markiert einen entscheidenden Moment in einem Fall, der fast sechs Jahre lang schwer auf unseren Herzen gelastet hat“, erklärte Generalstaatsanwalt Paxton. Die Familie Landry habe eine unvorstellbare Tragödie erlitten und werde insbesondere in dieser schwierigen Zeit in seinen Gebeten bleiben.
Paxtons Cold Case Unit werde weiterhin daran arbeiten, Fälle aufzuklären und Familien sowie Opfern Gewissheit zu bringen. Landrys Familie wurde über die Identifizierung der Überreste informiert. Die Behörden baten zugleich darum, die Privatsphäre der Angehörigen zu respektieren.

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