Besorgniserregend

Zahl der schweren E-Scooter-Unfälle steigt weiter

Salzburg
10.09.2026 13:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Die Zahl schwerer E-Scooter-Unfälle in Salzburg steigt weiter deutlich an: Im Jahr 2025 wurden im gesamten Bundesland 221 Verkehrsunfälle mit Verletzten registriert, an denen Elektroroller beteiligt waren. Ein trauriger Höchstwert seit der Erfassung der Daten. . . 

Vor diesem Hintergrund haben der ÖAMTC und seine Partnerorganisationen in einer aktuellen Studie die Unfallrisiken sowie typische Verletzungsfolgen bei E-Scooter-Unfällen untersucht. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Das Unfallrisiko entsteht meist durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren – darunter fahrdynamische Besonderheiten, riskantes Fahrverhalten, mangelnde Schutzausrüstung, unzureichende Kenntnis der geltenden Verkehrsregeln und steigende Nutzungszahlen.

Die fatale Wirkung des Alkohol
Besonders häufig ereignen sich Unfälle in den Abend- und Nachtstunden sowie in den Sommermonaten. Ein wesentlicher Risikofaktor ist dabei Alkohol: Alkoholisierte E-Scooter-Nutzer stürzen häufiger und erleiden deutlich schwerere Verletzungen, da Schutzreflexe und Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sind. Während sich nüchterne Lenker vor allem an Armen und Händen verletzen, sind bei alkoholisierten Personen insbesondere Kopf, Gesicht und Brustkorb betroffen. „Die Auswirkungen von Alkohol auf die Fahrfähigkeit werden von vielen unterschätzt. Aufgrund der instabileren Fahrposition wirken sich die Einschränkungen viel stärker aus als bei anderen Fahrzeugen“, erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker Christoph Schönlechner. In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen war im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 fast jeder Dritte Verunglückte alkoholisiert.

Experten fordern allgemeine Helmpflicht 
Angesichts der stark steigenden Unfallzahlen spricht sich der ÖAMTC auch erneut für eine allgemeine, altersunabhängige Helmpflicht für alle E-Scooter-Fahrer aus. „Das Verletzungsrisiko endet nicht mit dem 16. Geburtstag. Wer mit einem E-Scooter unterwegs ist, ist unabhängig vom Alter denselben physikalischen Risiken ausgesetzt. Tatsächlich waren im Schnitt von 2023 bis 2025 nur 17 Prozent aller Verunglückten mit dem E-Scooter zwischen 13 und 16 Jahre alt“, so Schönlechner. 

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