Bei Reise nach Oslo

Selenskyj-Flugzeug „fast“ von Drohne getroffen

Außenpolitik
09.09.2026 21:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der ukrainische Präsident ist offenbar beinahe in einen Drohnen-Vorfall verwickelt worden. Nach norwegischen Angaben sei „sein Flug“ auf dem Weg nach Oslo fast getroffen worden ...

Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben in Moldau beinahe von einer Drohne getroffen worden. „Sein Flug wäre beim Start in Moldau fast von einer Drohne getroffen worden. Das ist die Realität, in der er lebt“, sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Mittwochabend dem Rundfunksender NRK.

Vorfall ereignete sich am Dienstag
Weitere Angaben machte Störe nicht. CNN-Journalist Jim Sciutto zufolge hätte sich der Vorfall am Dienstag ereignet, als Selenskyj Richtung Oslo abhob, wo er am Abend eintraf. Der ukrainische Präsident nahm am Mittwoch an der Beerdigung von König Harald V. teil.

Diese Maschine sei beinahe von einer Drohne getroffen worden.
Diese Maschine sei beinahe von einer Drohne getroffen worden.(Bild: Krone-Collage/AFP/FREDERIK RINGNES, AFP/GENYA SAVILOV)

Zum Ursprung der Drohne wurden bisher keine Angaben gemacht. Kiew äußerte sich zu dem Vorfall ebenfalls nicht. Bekannt war bisher nur, dass am Dienstag An- und Abflüge am Flughafen Chișinău vorübergehend ausgesetzt wurden, nachdem zwei russische Drohnen in den moldauischen Luftraum eingedrungen waren.

Eine Drohne stürzte auf einem Feld ab und löste einen Brand aus, während die zweite in den rumänischen Luftraum weiterflog. Ob sich der norwegische Premier auf diese Vorfälle bezog, ist nicht bekannt.

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu bezeichnete das Eindringen als „ernste Bedrohung für Menschenleben“ und verurteilte zudem einen Angriff auf einen Grenzübergang zur Ukraine, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Eine Quelle im ukrainischen Präsidialamt schilderte die Lage differenzierter und erklärte der Nachrichtenagentur AFP: „Es gab einen Alarm in Moldau, als eine russische (Drohne) in den moldauischen und rumänischen Luftraum eindrang.“ Die Behauptung, Selenskyj habe in unmittelbarer Gefahr geschwebt, bezeichnete die Quelle als „übertrieben“.

In Oslo hatte Selenskyj mit Støre, Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide unter anderem über norwegische Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen. Nach der Beerdigung reiste Selenskyj laut Störe nach Kanada weiter.

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