Immer wieder Ärger um sogenannte E-Kiosks. Seit Monaten beschweren sich in den Gemeinden die Politiker und Bewohner über die Automatenshops. Am Dienstag gab es in der Salzburger Altstadt erstmals eine „Aktion scharf“ gegen verbotene Produkte.
Zwei Jugendliche sollen im Krankenhaus gelandet sein. Warum? Weil sie die seit 2023 illegale Substanz HHC konsumiert hätten. Zur Erklärung: Hexahydrocannabinol (HHC) ist eine halbsynthetisch hergestellte Droge. Sie ähnelt dem in Marihuana vorkommenden psychoaktiven THC.
Und woher hatten die Jugendlichen die Substanz? Wohl aus einem sogenannten E-Kiosk, einem Automatenshop, der zumeist 24 Stunden geöffnet hat. Die „Krone“ berichtete bereits aus Oberndorf, Hallein und der Landeshauptstadt, dass sich Bewohner wie Gemeindepolitiker sowohl an den Automaten selbst als auch an den dort verkauften Produkten stoßen. Neben Süßigkeiten und Alkohol toben die Automaten-Gegner auch über Nikotinprodukte, Sexspielzeuge, Lachgas oder eben Hanfprodukte.
Polizei-Einsatz wegen Gefahr im Verzug
Die Thematik hat mittlerweile auch die Landespolitik erreicht. Zuständig für Jugendschutz ist Landesvize Marlene Svazek, die Lebensmittelaufsicht untersteht Wolfgang Fürweger (beide FPÖ). Letzterer wies die Behörde an, in der Salzburger Altstadt Shops zu durchleuchten. Die Behörde hat die Polizei wegen Gefahr im Verzug informiert. Die Exekutive räumte am Dienstag illegale und bedenkliche Substanzen aus dem Kiosk.
„Wer junge Menschen aus blanker Profitgier durch verniedlichende Verpackungen und manipulatives Marketing verführt, ihre Gesundheit zu gefährden, hat seine Unternehmereigenschaft verwirkt“, poltert Svazek. Sie wolle sogar den Unternehmern die Gewerbeberechtigung entziehen lassen. Ob das in ihrem Zuständigkeitsbereich möglich ist, werde noch geprüft.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.