Streit um Bundesmittel

Svazek: „Verschenken kein Kindergarten-Geld“

Salzburg
09.09.2026 08:30

Die Bundesländer holen regelmäßig Fördergelder für Kindergärten beim Bund nicht zur Gänze ab und verschenken damit Unsummen – so lautete die Kritik. Salzburg liegt dabei im Mittelfeld und will jetzt Änderungen bei den Förderkriterien erreichen.

Die Zahlen lassen aufhorchen: Im Jahr 2024/25 wären für die Bundesländer Fördermittel für Kindergärten in der Höhe von 80,5 Millionen Euro für Besuchspflicht und 191,5 Millionen Euro für Ausbau und Sprachförderung da gewesen. Die Gelder wurden aber nicht zur Gänze abgeholt.

Salzburg liegt dabei im Mittelfeld. Der Bund stellt Salzburg in der aktuellen Periode pro Kindergartenjahr 12,7 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind fünf Millionen für Besuchspflicht (Ersatz für Elternbeitrag im Gratis-Jahr) und 7,6 Millionen Euro für sprachliche Frühförderung und Ausbau des Angebots zu verwenden. Für Sprachförderung holte Salzburg 2024/245 drei Millionen Euro für 213 Projekte ab. Das passierte in 51,33 Prozent der infrage kommenden Einrichtungen.

„Wir verschenken kein Kindergarten-Geld“, sagt Landesvize Marlene Svazek (FPÖ). „Gemeinden stellen Anträge, wir unterstützen und drängen darauf, dass es an ländliche Regionen angepasst wird, damit wir nicht um Fördermittel umfallen.“ Gemeindeverbandspräsident Manfred Sampl (ÖVP) sagt: „Es darf nicht nur um den Ausbau gehen.“

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