Große Suchaktion

Zwei Papageien werden immer noch in Wald vermisst

Oberösterreich
09.09.2026 09:00

Insgesamt acht exotische Vögel waren in einem Wald bei Schlatt (OÖ) ausgesetzt worden. Sechs konnten inzwischen von der Tierrettung Austria gerettet werden, von einem gefiederten Pärchen fehlt aber nach wie vor jede Spur.

Am Dienstag war bereits der 7. Tag bei der Suche nach mehreren in einem Wald in Schlatt ausgesetzten Edelpapageien – die „Krone“ berichtete.

„Am Montag konnten zwei weitere Vögel eingefangen werden, ein Pärchen geht aber noch ab“, sagt Franziska Greil, Obfrau der Tierschutzinitiative Innviertel, wo die gefundenen Tiere fachmännisch versorgt und liebevoll betreut werden.

Großer Stress
Für die sichergestellten Papageien bedeutete der mehrtägige Aufenthalt im Freien, das Einfangen sowie der anschließende Transport ins Innviertel klarerweise großen Stress. „Das wirkt sich unter anderem auf die Nahrungsaufnahme aus und eines der Tiere hat Durchfall“, bestätigt die Obfrau.

Auch die beiden am Montag eingefangenen Papageien werden nun – so wie auch vier ihrer ...
Auch die beiden am Montag eingefangenen Papageien werden nun – so wie auch vier ihrer Artgenossen – von der Tierschutzinitiative Innviertel versorgt.(Bild: Tierengel Austria Tierrettung)

Ungewöhnlich viele Eier
Einer der Vögel – ein Weibchen – musste offenbar mitsamt eines im Wald aufgehängten Nistkastens, in dem sechs Papageieneier lagen, zur Tierschutzinitiative gefahren und dort zusammen in einem Quarantäneraum untergebracht werden. „Die Größe des Geleges gab uns Rätsel auf, denn normalerweise legen Edelpapageien zwei bis maximal drei Eier“, betont Greil. Doch Nachwuchs wird es ohnehin nicht geben, denn das Weibchen dürfte stressbedingt alle Eier aufgefressen haben.

In diesem Nistkasten befanden sich sechs Papageieneier.
In diesem Nistkasten befanden sich sechs Papageieneier.(Bild: Tierengel Austria Tierrettung)

Motiv gibt Rätsel auf
Warum die Papageien ausgesetzt worden waren, ist völlig unklar. Laut Polizei gibt es allerdings einen Verdacht, wer es gemacht haben könnte: ein 38-Jähriger aus dem Bezirk Wels-Land.

„Ich glaube nicht, dass die Papageien bei ihrem Besitzer schlecht gehalten worden sind, denn sie reagieren Menschen gegenüber eher zugewandt“, so Greil. Einige, wie Papageien-Dame „Frida“, hätten inzwischen sogar zu sprechen begonnen: „Sie sagt klar und deutlich ,Gute Nacht’.“

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