Aus für Hormonfleisch

Kulinarischer Schutzschild fürs Schnitzerl wirkt

Österreich
05.09.2026 22:50

Ab jetzt gilt der EU-Importstopp für Südamerika-Hormonfleisch – das Goldbraun-Knusprige bleibt Klassiker am Sonntagstisch!

Beim Schnitzel hört der kulinarische Spaß bekanntlich bei den Österreichern auf. Überhaupt wenn es um Rind-, Schweine – und Geflügelfleisch aus Brasilien geht. „Ab sofort ist das tabu, weil notwendige Garantien für die Einhaltung der strengen europäischen Antibiotika-Vorgaben fehlen. Auch andere tierische Produkte wie Honig sind vom rigorosen Importstopp betroffen“, beruhigt Niederösterreichs mächtiger Bauernbundchef Paul Nemecek.

Widerstand gegen Billig-Fleisch aus bedenklicher Produktion
Für heimische Bauern ist das in der Tat ein erfreulicher Happen. „Unsere Landwirte produzieren unter strengen Auflagen und müssen penibel auf Tierhaltung, Medikamente und Lebensmittelqualität achten. Da wäre es sauer aufgestoßen, wenn bei Importware plötzlich beide Augen zugedrückt würden“, so auch der rot-weiß-rote Bauernbundpräsident Georg Strasser, der im Zuge der hitzigen Debatte um das Freihandelsabkommen Mercosur mit Südamerika gemeinsam mit Agrarminister Norbert Totschnig und EU-Mandatar Alexander Bernhuber, bekanntlich Mostviertler Rinderbauer, verbissen Widerstand gegen den Pakt geleistet hatte.

Deren Botschaft ist klar: „Wer unsere hohen Standards nicht erfüllt, hat auf unserem Markt und unseren Tellern nichts verloren!“ Denn Antibiotika seien keine Gewürze, mit denen man die Produktion einfach nach Belieben abschmecken kann, sondern höchst bedenkliche Zutaten.

Konkret verbietet Brüssel den Einsatz von Hormonen zur Wachstumsförderung und will damit die Entstehung gefährlicher Antibiotikaresistenzen stoppen.

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