Müdigkeit? Keine Spur!

Welt-Leichtathleten brannten noch ein Feuerwerk ab

Sport-Mix
05.09.2026 22:29
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Von Müdigkeit keine Spur! Auch gegen Ende der langen Leichtathletik-Saison brannten die Leichtathleten am zweiten und letzten Tag des Diamond-League-Finales in Brüssel ein Feuerwerk an Spitzenleistungen ab. Sogar noch vier neue Weltjahresbestleistungen und sieben Meeting-Rekorde wurden erzielt. Dabei gewann Audrey Werro den 800-m-Hit in 1:54,75 vor Femke Broeders-Bol (Hol), die in 1:54,81 nur noch sechs Hundertstel hinter der Schweizer Europameisterin lag.

In Brüssel wurden in den insgesamt 32 Bewerben alle Finalsieger ermittelt. Als Prämie gab es jeweils 60.000 Dollar. Der letzte große Zahltag steht nächste Woche in Budapest bei der Ultimate Championship in Budapest an, wo insgesamt 10 Millionen an Preisgeldern ausgeschüttet werden. Da wird jeder Sieg mit 150.000 Dollar prämiert.

Tolles 5000-m-Rennen
Die Weltjahresbestleistungen am zweiten Finaltag von Brüssel der Reihe nach: Birhanu Balew aus Bahrein gewann den 5000-m-Hit mit dem neuen Asienrekord von 12:45,70 (gleich sechs Läufer blieben unter 12:50), Klaudia Kazimierska überraschte mit dem neuen polnischen 1500-m-Landesrekord von 3:54,05, Kenneth Bednarek (USA) lief die 200 m in 19,62 und im Kugelstoßen der Männer glänzte Rajindra Campbell (Jam) 23,08 m, womit er an die vierte Stelle der „ewigen“ Weltbestenliste vorrückte.

Birhanu Balew
Birhanu Balew(Bild: EPA/OLIVIER HOSLET)

„Beste Saison der Diamond League aller Zeiten“
Ein Weltrekord blieb zwar in Brüssel beim 50. Ivo-van-Damme-Memorial aus. Aber mit insgesamt vier Weltrekorden und einer Flut von Weltklasseleistungen im ganzen Sommer feierte die Diamond League eine großartige Saison. Die Weltrekordn hatten Josh Kerr (Gb) über die Meile (3:42,66), Emmanuel Wanyonyi (Ken) über 1000 m (2:11,83), Alison dos Santos (Bra) über 400 m Hürden (45,80) und Masai Russell (USA) über 100 m Hürden (12,09) aufgestellt. Petr Stastny, CEO der Diamond League, schwärmte: „Das war unsere beste Saison in der Diamond League aller Zeiten.“ Die Königsklasse der Leichtathletik war 2010 ins Leben gerufen worden.

Jüngste Siegerin aller Zeiten
Gleich zum Auftakt des tollen Meetings in Brüssel hatte die Chinesin Ziyi Yan den Speerwurf der Frauen mit 68,42 gewonnen. Mit 18 Jahren und 106 Tagen wurde sie damit die jüngste Finalsiegerin der Geschichte der Diamond League – vier Tage jünger als Christine Mboma (Namibia), die seit 2021 diesen „Rekord“ gehalten hatte. Ihre 68,42 m bedeuteten ebenso Meeting-Rekord wie die 12,20 von Masai Russell über die 100 m Hürden. Die US-Sprinterin hatte in der Vorwoche in Zürich mit 12,09 Sekunden einen Fabel-Weltrekord aufgestellt. „Bei idealen Bedingungen kann und will ich auch unter 12,00 laufen“, kündigte sie an. Auch Marileidy Paulino (Dom) lief über 400 m 48,64 einen weiteren Meeting-Rekord. Und zum Abschluss reihte sich auch Weltrekorder Alison dos Santos (Bra) über 400 m Hürden mit 46,70 als neuer Brüssel-Rekordler ein.

Im Hochsprung der Frauen musste sich Yaroslava Mahuchikh (Ukr) mit 1,99 m überraschend Eleanor Patterson (Aus/2,01) geschlagen geben.

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