„Faktisch falsch“

Teure Pressearbeit? Marte kontert Kritik

Vorarlberg
05.09.2026 13:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Veronika Marte, Klubobfrau der Ländle-ÖVP, wirft den „Vorarlberger Nachrichten“ vor, Falschinformationen über die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit des Landes zu verbreiten

Das Land Vorarlberg muss bekanntlich sparen – und das in allen Bereichen. In einem am Samstag erschienener Bericht der „VN“ unter dem Titel „In der Kommunikation sitzt das Geld locker“ wird allerdings der Eindruck vermittelt, dass in Sachen Öffentlichkeitsarbeit das Geld nach wie vor mit beiden Händen ausgegeben wird.

„Darstellung ignoriert die tatsächlichen Entwicklungen“
Bei der Lektüre des Textes ist Veronika Marte, Klubobfrau der Vorarlberger Volkspartei, offenbar das Frühstückkipferl im Halse stecken geblieben, jedenfalls regiert sie mit ungewohnt scharfen Worten auf die Vorwürfe. „Die Darstellung, das Land habe sein Kommunikationsbudget aufgebläht, ist faktisch falsch und ignoriert die tatsächlichen Entwicklungen. Vielmehr wurde das Sachbudget in den vergangenen fünf Jahren von 1,5 Millionen auf rund 500.000 Euro, also um zwei Drittel, reduziert“, rechnet Marte vor.

Zitat Icon

Die Darstellung, das Land habe sein Kommunikationsbudget aufgebläht, ist faktisch falsch und ignoriert die tatsächlichen Entwicklungen.

Veronika Marte

Kommunikation der modernen Medienwelt angepasst
Fakt sei zudem, dass man in den vergangenen Jahren die Kommunikationsarbeit des Landes an die moderne Medienwelt angepasst und den Fokus auf Social Media und digitale Kanäle gelegt habe. Tatsächlich ergebe sich über den gesamten Zeitraum ein Personalzuwachs von 1,95 Vollzeitäquivalenten, unter anderem sei erstmals eine Social-Media-Stelle in der Landeskommunikation besetzt worden. Diese Stelle übernehme allerdings Aufgaben, die zuvor durch Drittanbieter erledigt wurden – „es handelt sich also um sogenanntes Insourcing, nicht um eine Aufstockung“, stellt Marte klar.

Warum das Regionalblatt die Realitäten derart verzehrt dargestellt hat, kann sich die Klubobfrau nicht erklären: „Dass das Land bei der Öffentlichkeitsarbeit spart, ist den Vorarlberger Nachrichten sehr wohl bekannt.“

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