Der 13-jährige Bewohner der Auszeit-WG in Simmering ist nun wieder in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Ein anderer Intensivtäter übernahm bereits seinen Platz.
Nach mehreren Wochen konnte der 13-jährige Intensivtäter die umstrittene Auszeit-WG am Rande von Simmering verlassen, bestätigte die Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) am Donnerstag. Bereits seit Dienstag sei der kriminelle Bursch zurück in einer sozialpädagogischen Einrichtung.
Jugendlicher wird weiterbetreut
Er werde auch im Rahmen der „Orientierungshilfe“ der MA 11 weiterbetreut. Dabei treffen sich Sozialarbeiter in regelmäßigen Abständen mit den Minderjährigen, um eine Beziehung aufzubauen.
Der 13-Jährige beging seit 2023 Dutzende Delikte, konnte aufgrund seines Alters aber nicht strafrechtlich belangt werden. Für ihn dürfte die „Orientierungshilfe“ nun die letzte Chance sein. In weniger als zwei Monaten soll der Bursch nämlich seinen 14. Geburtstag feiern.
Einrichtung steht nicht leer
Seit vergangener Woche nahm bereits ein anderer Intensivtäter seinen Platz in der WG ein. Die Planungen für die Unterbringung eines zweiten Kindes laufen ebenso. Künftig will die MA 11 keine Falldetails zu den angehaltenen Kinder mehr bekannt geben.
Offiziell verfügt die Auszeit-WG über zwei Plätze. Die Basis für die Anhaltung der Kinder im Haus in Simmering ist das Heimaufenthaltsgesetz, das allerdings eine Mindestkapazität von drei Betreuungsplätzen vorsieht.
Nächtliche Sperre
Das Bezirksgericht Wien Innere Stadt hatte im August die Zurückhaltung in der Nacht für zulässig, untertags für unzulässig erklärt. Das Vertretungsnetz brachte nach der Entlassung ein Rechtsmittel gegen die nächtliche Sperre ein.
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