Seit 40 Jahren gibt es den Familienbetrieb im weststeirischen Stainz, nun fürchtet Firmenchef Hannes Schacherl um die Existenz seiner bekannten Gärtnerei: Ein massives Hagelunwetter richtete Mittwochabend gewaltigen Schaden an, „laut Hagelversicherung drei Millionen Euro, ich befürchte allerdings noch mehr“. Ein großer Supermarkt kann nicht beliefert werden.
Es war Mittwochabend gegen 17 Uhr, als in der Weststeiermark „die Welt unterging“, wie Augenzeugen schildern. In den Bezirken Voitsberg und Deutschlandsberg hagelte es so heftig, dass sich Straßen in eine Winterlandschaft verwandelten.
Ein Tierheim wurde überflutet, in der Therme Nova in Köflach wurden Plexiglaskuppeln zerstört, landwirtschaftliche Kulturen vernichtet. Auf Äckern entstanden Schäden in Milionenhöhe, die Feuerwehren standen im Dauereinsatz.
„So etwas haben wir noch nicht erlebt“
Besonders schlimm erwischte es die bekannte Gärtnerei Schacherl in Stainz, die am „Tag danach“ geschlossen hatte. „Die Hagelkörner waren vier bis sechs Zentimeter groß und haben unsere Glashäuser schwer in Mitleidenschaft gezogen“, schildert Firmenchef Hannes Schacherl der „Krone“. „Unseren Betrieb gibt es jetzt seit 40 Jahren, aber so etwas habe ich noch nie erlebt.“
Splitter zerbrochenen Glases fielen in die Blumen, die nun aus Sicherheitsgründen nicht mehr verkauft werden dürfen. Mit Allerheiligenware beliefern wollte man in Kürze eine große Supermarktkette: „Chrysanthemen und andere Herbstpflanzen sind kaputt, insgesamt betrifft es 400.000 Stück. Wahnsinn!“
Niemand darf Glashäuser derzeit betreten
Betreten darf die beschädigten Glashäuser derzeit niemand, „das käme einem Selbstmord gleich“, sagt der verzweifelte Stainzer. Für den „nun die Zeit davonrennt“, wie er sagt: Es muss dringend Platz für die 1,5 Millionen Frühjahrblüher geschaffen werden – das heißt, Glashäuser, Folientunnel und die Einrichtung müssen schnellstmöglich repariert werden.
Drei Millionen Euro Schaden oder sogar mehr
Der Schaden ist jedenfalls gewaltig. Die Hagelversicherer, die bereits für einen Lokalaugenschein vor Ort waren, rechnen mit drei Millionen Euro, „ich befürchte eher mehr“, sagt Hannes Schacherl, für dessen Gärtnerei es nun um die Existenz geht ...
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