Ungewöhnliche Fragen, ungewöhnlicher Ort: Das „Krone“-Sommergespräch nach dem Motto „Was jetzt, Frau Gewessler?“ im Zug von Wien nach Linz. Mit krone.tv-Infoleiterin Katia Wagner und Christian Nusser, Politik-Chef der „Krone“, spricht die Grünen-Parteichefin über das neue Klimagesetz, die Bundesregierung in Gummistiefeln – und ihr Monatsgehalt. Lesen und sehen Sie hier die besten Passagen.
Die Zugfahrt von Wien nach Linz scheint für die Grünen-Chefin ein Heimspiel zu sein: „Ich hatte nie ein Dienstauto. Aber im Zug hat man den Luxus, dass man sich einen Kaffee holen kann.“ Ihr E-Auto – ein „Mittelklassewagen“ – bleibt also gerne mal zu Hause stehen.
„Empfinden Sie bei der Hitze Genugtuung?“
Die Hitzewelle der letzten Wochen brachte den Grünen wieder Aufwind. Ob sie da Genugtuung fühlen kann? „Nein. Die Regierung bringt nichts weiter. Ich weiß nicht, wo der Klimaschutzminister im Sommer war. Er war untergetaucht.“
Dass es immer schon im Sommer heiß war, möchte sie nicht gelten lassen: „Ich kenne das nicht aus meiner Kindheit, dass wir uns in einer Tour über 40 Grad Sorgen machen mussten.“ Ihrer Meinung nach könne Österreich das Problem zwar nicht selbst lösen, aber viel bewegen. Mit dem Klimagesetz, das die Regierung auf den Weg gebracht hat, ist sie nicht zufrieden: „So ein Gesetz hätte ich auch zusammengebracht.“
Warum würden dann 40 Prozent selbst im heißesten Sommer die FPÖ wählen, die den Klimawandel infrage stellt?
„Kickl will, dass es den Leuten schlecht geht“
Wie sie sich erkläre, dass rund 40 Prozent der Österreicher eine Partei wählen wollen, die die Klimakrise in Zweifel zieht? „Das sagt mehr über die FPÖ als über die Leute, die sich Sorgen machen, aus. Die FPÖ lebt von Problemen. Kickl will das den Leuten schlecht geht, weil dann sind die Umfragen hoch.“ Sie selbst wolle das Leben der Menschen besser machen.
Was man als Grüne-Chefin verdient
Ob sie sich aufgrund der vielen Subventionen in ihrer Regierungszeit mitschuld an der Budgetmisere sieht? „Ich stehe dazu, dass wir Menschen unterstützt haben, unabhängig zu werden“, sagt Gewessler. Sie mache ihren Job übrigens „gerne und sicher nicht wegen Geld.“
Doch was verdient die grüne Klubobfrau?
Wird Lena Schilling wieder EU-Spitzenkandidatin?
Wer nach Alexander Van der Bellen Bundespräsident bzw. grüner Kandidate werden soll, steht für Leonore Gewessler noch nicht fest. Auch, ob Lena Schilling wieder die Spitzenkandidatin zur EU-Wahl wird, ist offen. Die Skandale rund um ihre Person inmitten des letzten EU-Wahlkampfs hätten Gewesslers Bild von ihr jedenfalls nicht verändert. „Sie macht einen super Job. Ich glaube, das kann man anerkennen.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.