Schon ab 2031

VW-Vorstand beschließt Aus für vier Werke

Wirtschaft
01.09.2026 21:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Vorstand von Volkswagen hat laut einem Medienbericht das Aus von vier VW-Werken in Deutschland beschlossen. Seit Wochen fordern die VW-Mitarbeiter klare Antworten dazu, jetzt dürfte es endlich eine geben. 

In den Werken Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm soll in den kommenden Jahren die Produktion eingestellt werden. Das soll der Vorstand einstimmig beschlossen haben, wie mehrere Medien unter Berufung auf „Wirtschaftswoche“ schreiben. Die Förderbänder sollen laut dem Bericht aber nicht sofort stillstehen.

„Strukturen reichen nicht mehr aus“
In den VW-Werken Emden und Zwickau soll 2031 Schluss sein. In Hannover, wo Nutzfahrzeuge gebaut werden, sollen die Maschinen ein Jahr später abgestellt werden. Im Werk der VW-Tochter Audi in Neckersulm ist das Produktionsende für 2034 geplant. „Die bestehenden Geschäftsmodelle und Strukturen reichen nicht mehr aus“, heißt es in einem Papier für den Aufsichtsrat.

Am Freitag soll sich der Aufsichtsrat mit dem Dokument mit dem Titel „Bericht zum Konzeptbeschluss Aufsichtsrat 3./4. September 2026“ beschäftigen. Der Vorstand könne allerdings „das Leerlaufen von Werken“ am Aufsichtsrat vorbei durchbringen, schreibt „Wirtschaftswoche“. 

VW wollte bisher noch nichts dazu sagen. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte ein Sprecher, er bitte um Verständnis, „dass wir interne Unterlagen nicht kommentieren.“ Diese „werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet.“ Diesem Prozess wolle man nicht vorgreifen.

Gewerkschafterin: „Haben Vereinbarung geschlossen“
Christiane Benner, Chefin von IG-Metall, hatte zuvor erklärte, dass VW die vier Werke gar nicht schließen könne. „Wir haben Ende 2024 eine Vereinbarung geschlossen, die der Vorstand unterschrieben hat und die er zu erfüllen hat“, sagte die Gewerkschafterin. „Die Beschäftigten haben für Perspektiven auch auf Geld verzichtet“, fügte sie hinzu.

„Es ist ein großer Fehler der VW-Führung, Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm anzuzählen, 50.000 weitere Arbeitsplätze abbauen zu wollen und zugleich zu verkünden, die Umsatzrendite müsse von zuletzt 3,8 bis 2030 auf acht bis zehn Prozent steigen“, betonte Benner.

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