Dem YouTube- und TV-Star Jean Pierre „JP“ Kraemer wird schwere häusliche Gewalt vorgeworfen. Jetzt hat er sich in einem Video entschuldigt und angekündigt, seine Unternehmen zu schließen. „Ich kann nicht mehr“, erklärte Kraemer unter Tränen.
Kraemer hatte die Vorwürfe gegen ihn bereits in einem YouTube-Video am Freitag teilweise eingeräumt. Der 45-Jährige sprach darin von mindestens einem Schlag „mit der flachen Hand“ und davon, seiner Frau Julia Meck „eine Kette vom Hals gerissen“ zu haben. In dem Video hatte er aber auch Vorwürfe gegen seine Frau erhoben, die diese daraufhin in der „Bild“-Zeitung zurückgewiesen hatte.
Am Dienstag entschuldigte sich Kraemer in einem neuen Video dann bei allen Menschen, denen er Leid angetan habe, „vor allem bei Dir, Julia.“ „Ich bin, glaube ich, nicht ganz in Kontrolle immer“, sagte er sichtlich emotional bewegt.
In einem emotionalen Video entschuldigte sich JP Kraemer:
„Ich denke, da kommen auch noch genug Dinge, wo ich Menschen was angetan habe, oder wo ich Menschen verletzt habe“, meinte er. „Das tut mir leid, ich habe es teilweise nicht besser gewusst.“ Gegen Ende des Videos bat er: „Wenn es irgendwo eine Chance gibt, mir zu verzeihen, dann bitte verzeiht mir.“
Schließt alle Unternehmen
Der YouTuber kündigte in dem Video auch an, alle seine Unternehmen zu schließen. Nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, hatten schon mehrere Unternehmen die Kooperationen mit Kraemers Firmengruppe aufgekündigt. Von dem Schritt Kraemers dürften Medienangaben zufolge rund 80 Mitarbeiter betroffen sein. Kraemer hatte den Jahresumsatz seiner Firmengruppe in einem Podcast vor einiger Zeit auf rund 100 Millionen Euro beziffert.
„Ich bin einfach traurig, weil diese Reise vorbei ist und diese Geschichte vorbei ist“, sagte Kraemer. „Ich habe geliebt, was ich tue.“ Er werde sich jetzt „viel um mich kümmern“, erklärte er. Schon vor einigen Tagen hatte Kraemer auf Instagram angekündigt, dass er sich jetzt eine Auszeit bei seinem Vater nehmen werde. Außerdem wolle er „unmittelbar eine Therapie beginnen, um an mir zu arbeiten.“
Die Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wien bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346 an
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