Eine Wienerin machte auf der WC-Anlage am Westbahnhof ein traumatisches Erlebnis: Eine Dreiviertelstunde war sie dort eingesperrt, weil der Hebel klemmte. Schlussendlich brauchte es drei Männer, um sie zu befreien...
Ihr kurzer Toilettengang brachte Anneliese L. (Name geändert) am 24. August in eine missliche Lage. Als die Wienerin die Tür-Versperrung öffnen wollte, konnte sie den Hebel weder nach unten noch nach oben drücken. Sie versuchte es einige Male – vergeblich.
Schnell machte sich Panik breit, L. klopfte und rief um Hilfe. „Natürlich wurde ich nervös und hatte Angst“, schildert das Klo-Opfer. Laut den ÖBB wurde die Leitstelle gegen 17.28 Uhr alarmiert.
Wenig später trafen Securitys ein, die der Betroffenen Anweisungen gaben, die Tür von Innen zu öffnen. Dieser Versuch scheiterte, weshalb umgehend die IMMO-Haustechniker kontaktiert wurden.
Sie trafen zehn Minuten später ein. Drei Männer brauchte es schlussendlich, um L. aus ihrer misslichen Lage zu befreien, schildert sie.
Tür wurde abgesperrt
Der Einsatz habe 20 Minuten gedauert, so die ÖBB. Wie lange die Frau davor in der WC-Kabine ausharren musste, wisse man nicht. „Ich war ingesamt eine Dreiviertelstunde eingesperrt“, rechnet L. allerding vor.
„Künftig sollten solche Zwischenfälle verhindert werden“, so L. Immerhin könnten auch Kinder die Anlage benützen.
Das betroffene WC sei vorübergehend gesperrt worden. Alle Anlagen würden regelmäßig geprüft werden, so eine Sprecherin. Trotz der Wartungen und Kontrollen können Ausfälle „leider nicht vollständig vermieden“ werden, bedauert sie.
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