Ab heute ist die Zufahrt von der Schwarzstraße auf den Makartplatz in der Stadt Salzburg für Pkw und Lkw bis zum Jahresende komplett gesperrt. Gebaut wird hier in mehreren Etappen, die noch bis mindestens Juli 2029 andauern. Die „Krone“ hat sich vor Ort bei Unternehmen umgehört.
Geschäftiges Treiben, Touristenströme zwischen zahlreichen abbiegenden Autos – bis auf vorbereitete Absperrungen, eine Chemietoilette und die Stümpfe von drei umgeschnittenen Bäumen deutet beim „Krone“-Lokalaugenschein am Montag noch wenig auf die Großbaustelle am Makartplatz hin. Doch diese hat es in sich: Bis 2029 wird vom Hotel Sacher weg bis hin zur Dreifaltigkeitskirche die gesamte Infrastruktur erneuert – vom Kanal bis hin zu sämtlichen Leitungen. Los geht es schon heute.
Mit einem Abbiegeverbot für Pkw und Lkw von der Schwarzstraße aus auf den Makartplatz. Nur noch Busse, Radfahrer und Fußgänger kommen bis Jahresende hier durch. Die Anrainer und Lieferanten mit Fahrzeugen müssen den großen Umweg über die Auerspergstraße in Kauf nehmen.
Die Meinungen vor Ort sind zwiegespalten. So erwartet etwa Stefan Qiu, Angestellter in einem Taschengeschäft, weniger Umsatz. „Ich arbeite seit drei Jahren hier und habe schon so manche Baustelle gesehen“, erzählt er. Dabei seien auch in der Vergangenheit schon kaufkräftige Kunden ausgeblieben, wenn gebaut wurde. „Touristen waren dann etwa eher auf der anderen Salzachseite unterwegs.“
Zuversichtlicher ist Bosko Dulic. Er ist Inhaber des Café Classic in Mozarts Wohnhaus. „Wichtig ist, dass die Menschen wissen, dass wir geöffnet haben“, sagt er. Um das zu garantieren, denkt er an eigene Schilder und weitere kreative Lösungen, die sein Café und die Gäste gut durch die Zeit der Baustelle bringen sollen.
Café-Gastgarten muss bald der Baustelle weichen
„Schade ist es nur um den Gastgarten“, erzählt Dulic. Dieser müsse angeblich ab Februar verschwinden, da es sich platzmäßig mit den Arbeiten nicht anders ausgeht. „Ich hoffe, dass wir dann ab Mai oder spätestens ab Juni unsere Gäste auch wieder wie gewohnt im Freien bedienen können.“
Von der Stadt sei über die Baustelle gut und auch ausreichend informiert worden. Nur etwa 40 Meter von der Zufahrt zum Makartplatz entfernt sieht das in einem Reisebüro in der Schwarzstraße anders aus: „Wir haben gar nichts von den geplanten Arbeiten gewusst“, ist Liv Dirmair beim „Krone“-Besuch überrascht.
„Es geht ja auch darum, wie wir in die Arbeit kommen“, ergänzt ihre Schwester und Kollegin Vivian. Auf ihre Kunden dürfte sich die Baustelle eher weniger auswirken: „Die meisten wissen, dass sie da nicht parken können und gehen die letzten Meter ohnehin zu Fuß“, so die Schwestern.
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