Nachdem am Mittwoch ein Schulungsflugzeug mit Fluglehrer Benedikt und Schülerin Fiona an Bord in den Attersee gestürzt war, wird nun die Bergung in Angriff genommen. Taucher haben die Seile am Montagvormittag in rund 160 Metern Tiefe am Wrack angebracht. Am späten Nachmittag soll das Flugzeug endlich auftauchen.
„Wenn alles nach Plan geht, soll das Flugzeug am späten Nachmittag aus dem Wasser kommen“, hieß es am Montag. Am Vormittag war die Bergung wieder aufgenommen worden, die am Samstagnachmittag abgebrochen werden musste. Der Einsatz war technisch zu schwierig gewesen – man hatte ursprünglich versucht, Taue mithilfe eines Roboters anzubringen.
Zwei Spezialtaucher drangen schließlich am Montag zum Wrack in rund 160 Metern Tiefe vor und brachten offenbar erfolgreich die Bergeleinen an.
Schwimmboje mit Kran an Unglücksstelle
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das Anheben des Wracks. Einsatzkräfte hatten eine große Schwimmboje, auf der ein Kran mit Seilwinde montiert ist, zur Unglücksstelle gefahren. Dort werden derzeit die weiteren Arbeiten für die Bergung vorbereitet.
„Zermürbende“ Bergung
Die Bergung gestaltet sich aufgrund der großen Wassertiefe und der Beschädigungen am Flugzeugwrack als besonders herausfordernd. Als „zermürbende Spielerei“ bezeichnete der Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl es am Samstag. Teile des Hecks und der Tragflächen sind abgeknickt oder abgebrochen. Beim Anheben muss mit größter Vorsicht vorgegangen werden, um ein weiteres Auseinanderbrechen zu vermeiden.
Wrack etwa 300 Meter vom Ufer entfernt am Seeboden
Die 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer waren am Mittwoch in den Attersee abgestürzt. Noch am Abend des Unfalls konnte das Wrack etwa 300 Meter vom Ufer entfernt in 160 Metern Tiefe lokalisiert werden.
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