An Wasseroberfläche

Bergung von Flugzeug aus Attersee war erfolgreich

Oberösterreich
31.08.2026 14:10
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Nachdem am Mittwoch ein Schulungsflugzeug mit Fluglehrer Benedikt und Schülerin Fiona an Bord in den Attersee gestürzt war, wird nun die Bergung in Angriff genommen. Taucher haben die Seile am Montagvormittag in rund 160 Metern Tiefe am Wrack angebracht. Stunden später war das Wrack an der Wasseroberfläche.

„Wenn alles nach Plan geht, soll das Flugzeug am späten Nachmittag aus dem Wasser kommen“, hieß es am Montag. Am Vormittag war die Bergung wieder aufgenommen worden, die am Samstagnachmittag abgebrochen werden musste. Der Einsatz war technisch zu schwierig gewesen – man hatte ursprünglich versucht, Taue mithilfe eines Roboters anzubringen.

Wrack lag in rund 160 Metern Tiefe
Zwei Spezialtaucher drangen schließlich am Montag zum Wrack in rund 160 Metern Tiefe vor und brachten offenbar erfolgreich die Bergeleinen an. Schneller als erwartet wurde das Flugzeug dann Stück für Stück Richtung Wasseroberfläche gebracht, wo es schließlich kurz vor 14 Uhr auftauchte. 

Am Montag konnte das Wrack aus dem Attersee geborgen werden.
Am Montag konnte das Wrack aus dem Attersee geborgen werden.(Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR, Krone KREATIV)
Nach tagelangen Versuchen war das Flugzeug am Montagnachmittag an der Oberfläche.
Nach tagelangen Versuchen war das Flugzeug am Montagnachmittag an der Oberfläche.(Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR)
(Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR)
(Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR)

Schwimmboje mit Kran an Unglücksstelle
Einsatzkräfte hatten zuvor eine große Schwimmboje, auf der ein Kran mit Seilwinde montiert ist, zur Unglücksstelle gebracht. Damit wurde die zweisitzige Maschine mit den Leichen an Bord aus dem Wasser gehoben und an Land gebracht. Die Polizei sperrte das Gelände großräumig ab und baute einen Sichtschutz auf.

„Zermürbende“ Bergung
Die Bergung gestaltete sich aufgrund der großen Wassertiefe und der Beschädigungen am Flugzeugwrack als besonders herausfordernd. Als „zermürbende Spielerei“ bezeichnete der Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl es am Samstag. Teile des Hecks und der Tragflächen waren abgeknickt oder abgebrochen. Beim Anheben musste mit größter Vorsicht vorgegangen werden, um ein weiteres Auseinanderbrechen zu vermeiden.

Wrack etwa 300 Meter vom Ufer entfernt am Seeboden
Die 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer waren am Mittwoch in den Attersee abgestürzt. Noch am Abend des Unfalls konnte das Wrack etwa 300 Meter vom Ufer entfernt in 160 Metern Tiefe lokalisiert werden.

Die Staatsanwaltschaft Wels hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannte Täter eingeleitet. Dazu wird das Wrack behördlich sichergestellt, damit ein Sachverständiger die Unfallursache abklären kann, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch die Obduktion der beiden Toten wird beantragt.

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