Europäisches Forum

Mehr als 80 Jahre: Die Welt zu Gast in Alpbach

Tirol
01.09.2026 13:00

Das Europäische Forum Alpbach 2026 ist voll im Gang. Heute sind die internationalen Gäste im Tiroler Bergdorf keine Besonderheit mehr. Doch in den Anfängen vor mehr als 80 Jahren war die Aufregung groß. Ein Blick zurück. 

Nichts weniger als die Zukunft Europas ist Thema beim Europäischen Forum Alpbach, das mehr als 4000 Teilnehmer aus der ganzen Welt ins Alpbachtal bringt. In der heute globalisierten Welt ist das nichts Ungewöhnliches mehr.

Interview fürs Radio mit Simon Moser (li.), Philosoph und einer der Gründer des Forums.
Interview fürs Radio mit Simon Moser (li.), Philosoph und einer der Gründer des Forums.(Bild: Europäisches Forum Alpbach)
Nachdenken beim Spazieren auf Feldwegen.
Nachdenken beim Spazieren auf Feldwegen.(Bild: Europäisches Forum Alpbach)
Diskutieren beim gemeinsamen Gang durch das Dorf.
Diskutieren beim gemeinsamen Gang durch das Dorf.(Bild: Europäisches Forum Alpbach)

Aber wie spannend müssen die Anfänge des Forums vor mehr als 80 Jahren gewesen sein, als plötzlich Staatschefs, Nobelpreisträger oder Philosophen von Weltgeltung durch das Tiroler Bergdorf spazierten, auf den Wiesen saßen und diskutierten oder entzückt die schmucken Holzhäuser in Alpbach und ihre Bewohner bestaunten?

Pasang Dawa Lama war einer der bekanntesten Sherpas des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Frau vor ...
Pasang Dawa Lama war einer der bekanntesten Sherpas des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Frau vor der Tiroler Bergkulisse.(Bild: Europäisches Forum Alpbach)
Physik-Nobelpreisträger Erwin Schrödinger kam, sah und blieb. Er wohnte in seinen letzten ...
Physik-Nobelpreisträger Erwin Schrödinger kam, sah und blieb. Er wohnte in seinen letzten Lebensjahren in Alpbach.(Bild: Europäisches Forum Alpbach)
Gesprächszirkel auf Wiesen, Terrassen, in Gasthäusern – das war für die Einheimischen in den ...
Gesprächszirkel auf Wiesen, Terrassen, in Gasthäusern – das war für die Einheimischen in den Anfängen sehr exotisch.(Bild: Europäisches Forum Alpbach)

Die Idylle des schmucken Bergdorfs mag 1945 den damaligen Studenten und Visionär Otto Molden sowie den Philosophie-Dozenten Simon Moser inspiriert haben, gerade hier – in der Abgeschiedenheit des Alpbachtales – einen Treffpunkt für Vordenker und Nachdenker einzurichten. Das European Forum Alpbach – wie es heute heißt – war geboren und so mancher Einheimische hat sich in den ersten Jahren über die sonderbaren Gäste aus aller Herren Länder gewundert, die auf den satten Wiesen saßen und lebhaft die Zukunft Europas und der Welt diskutierten.

Heute wird vor allem im Kongresszentrum diskutiert. Die Denkwerkstatt wurde zum Großteil in den Berghang hineingebaut, um das schmucke Ortsbild nicht zu zerstören. Aufnahmen aus dem Archiv des Europäischen Forum Alpbach erlauben einen Blick in die Zeit der Anfänge, als die Teilnehmer sich ihren Platz zwischen Kirche, Feld und Dorfwirt erst suchen mussten. Eine Zeit, in der Europa – so wie heute – im Umbruch war. Eine Zeit, in der – so wie heute – Zuversicht, Besonnenheit und Mut gefragt waren.

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