Als „Stammtisch“
Stadtrat zog Swingerparty im Rathaus durch
Ein Stadtrat der deutschen Stadt Mannheim kündigte eine Swingerparty in Mannheim an – doch dass er diese wirklich umsetzen kann, daran wurde gezweifelt. Doch der Lokalpolitiker schaffte es, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, wenn auch mit einer List.
Die Veranstaltung des Mannheimer Stadtrats Julien Ferrat soll bereist am Freitag stattgefunden haben. Doch eine offizielle Genehmigung, das schlüpfrige Event im Rathaus auszurichten, hatte er nicht. Er reservierte den Raum dafür unter einem Vorwand – Interessierte wurden persönlich eingeladen, ohne die Swingerparty als solche nochmals erneut anzupreisen.
Stadtverwaltung war „nicht sonderlich kooperativ“
Die Veranstaltung war als „kommunalpolitischer Stammtisch“ angekündigt. Obwohl er gerne die Werbetrommel für seine „politische Swingerparty“ gerührt hätte, sei dies „einfach die pragmatischste Lösung“ gewesen. „Am liebsten wäre mir gewesen, die Swingerparty mit einem großen Artikel im Amtsblatt und auch auf Joyclub (Anm: eine Plattform für Sexkontakte) zu bewerben. Aber diesbezüglich schien mir die Stadtverwaltung nicht sonderlich kooperativ zu sein. Da wären dann wahrscheinlich auch mehr Leute gekommen“, so Ferrat.
„Sex-Orgie“ dauerte 60 Minuten
So seien nur neun Teilnehmer erschienen, sieben Männer und zwei Frauen im Alter von 28 bis 55 Jahren. Der Raum 58A sei mit einer Luftmatratze und einer schwarzen Decke ausgestattet. Die „Sex-Orgie“ hätte schließlich 60 Minuten gedauert – die Reservierung sei eigentlich drei Stunden gültig gewesen. „Es war eine kleine, aber feine Swingerparty“, resümiert der Stadtrat, der sogar von der „schönsten Veranstaltung im Rathaus, an der ich jemals teilgenommen habe“ spricht.
Auch der Bezirksbeirat habe teilgenommen. „Wenn jemand die Veranstaltung kritisiert, dann nur, weil er oder sie im Nachhinein bereut, nicht dabei gewesen zu sein“, erklärt der Lokalpolitiker. Ferrat betrachtet das Event als politische Protestaktion, erklärt er in einer Mitteilung. Er hat noch größere Pläne: Er kann sich für Mannheim ein FKK-Swinger-Dorf vorstellen, das der Stadt jährlich Einnahmen in Millionenhöhe bescheren soll.

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