Der Linzer Stahlkonzern Voestalpine baut seine Präsenz in Nordamerika mit einem neuen Werk für Bahntechnik in Kanada aus. Am Standort Thorold in der Provinz Ontario soll eine Produktionsstätte für Weichen- und Schienenkomponenten mit rund 30 neuen Arbeitsplätzen entstehen.
Parallel zur Errichtung des neuen Werks hat die Voest mit der größten Güterbahngesellschaft Kanadas, der Canadian National (CN), eine langfristige Liefervereinbarung für die lokal gefertigten Weichensysteme abgeschlossen, wie der Stahlkonzern am Montag mitteilte. Die Voestalpine verfolgt die Strategie, Produkte für lokale Märkte zunehmend auch lokal zu produzieren – insofern passt der Werksbau in Kanada ins Bild.
Die Produktion wird schrittweise aufgebaut, die vollständige Inbetriebnahme soll im Herbst 2027 erfolgen. „Mit dem aktuellen Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Kanada stärken wir nicht nur unsere Position in einem strategisch wichtigen Markt, sondern erhöhen durch die regionale Präsenz Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Voest-CEO Herbert Eibensteiner zum Schritt.
Auch Aufträge aus Europa
Neben dem Auftrag für die kanadische Güterbahngesellschaft sind die Bahntechnik-Produkte der Voestalpine auch in Europa gefragt. Der Konzern schloss kürzlich Verträge für die Rail Baltica sowie mit der Deutschen Bahn und den Schweizerischen Bundesbahnen ab.
Die Bahntechnik innerhalb der Voestalpine wickelt die Konzernsparte Railway Systems ab. Das Tochterunternehmen mit rund 8600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erzielte zuletzt 2,2 Milliarden Euro Umsatz. Der gesamte Stahlkonzern beschäftigt bei 15,1 Milliarden Euro Jahresumsatz weltweit rund 48.800 Mitarbeitende.
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