Täter auf der Flucht
Schüsse in der Schweiz: Frau (22) stirbt nach Rave
In der Nacht auf Sonntag sind bei einem Rave auf dem Schachen-Gelände im schweizerischen Aarau „mehrere Schüsse“ gefallen. Dabei gab es laut Polizei fünf teilweise Schwerverletzte – eine junge Frau (22) kam im Kugelhagel ums Leben. Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.
Nach Informationen des „Blick“ fielen gegen 2.30 Uhr morgens am Rande des „Aarauer Raves“ auf der Pferderennbahn im Schachen „bis zu 30 Schüsse“. Zeugen berichteten von einem Serienfeuer. Unter den rund 3500 Rave-Gästen sei Panik ausgebrochen. Dann habe jemand „Alle runter!“ gerufen und viele Gäste hätten unter DJ-Pulten Schutz gesucht. „Es war schrecklich“, so die Zeugin.
Polizeipräsenz erhöht
Bei dem Opfer handelt es sich um eine 22-jährige Frau, die vor Ort „durch einen oder mehrere Schüsse“ getötet worden sie. Sie sei ihren Verletzungen noch am Tatort erlegen. Vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden „leicht bis schwer verletzt“. Alle sollen ihren Wohnort in der Schweiz haben.
Suche nach unbekanntem Täter
Ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Beteiligte handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen. Einzelne Zeugen sprechen unbestätigten Meldungen nach von bis zu vier Tätern. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die unbekannte Täterschaft nicht mehr im Raum Aarau aufhält. Die deutsche Exekutive wurde zur Unterstützung hinzugezogen. Vor Ort sind über 100 Polizeikräfte im Einsatz.
Das Gelände wurde großräumig abgesperrt, die Polizeipräsenz wurde über die Region Aarau hinaus deutlich erhöht. An allen Zufahrten werden Personenkontrollen durchgeführt. Aarau im Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich.
„Funken an der Decke“
Eine Frau berichtete, ihre Freundin sei mit einer Gruppe bei dem Rave gewesen. Sie habe ihr gegen 4 Uhr morgens mitgeteilt, dass es eine Schießerei gegeben habe. Zunächst hätten die Besucher die Knallerei „für ein Feuerwerk“ gehalten, da sie Funken an der Decke gesehen hätten.
Für geschockte Festivalbesucher wurde laut „Berliner Kurier“ eine Betreuungsstelle in einer nahen Turnhalle eingerichtet. Das angrenzende Schwimmbad Aarau und die Sportplätze bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
Aktuelle Bilder aus Aarau:









Tatort war das Rave-Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins. Der Verein sprach allen Angehörigen sein Mitgefühl aus. „Die Aarauer Rave-Party wurde von einem schweren Ereignis überschattet. Die zuständigen Einsatzkräfte wurden umgehend alarmiert und waren mit den notwendigen Mitteln vor Ort, um die Situation zu bewältigen und die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten“, schrieb der Verein in einer Mitteilung.
DJ: „Wichtigen Menschen verloren“
Auch der DJ der Veranstaltung äußerte sich tief betroffen. Was auf dem Rave passiert sei, sei absolut herzzerreißend, schrieb DJ Tekibo in einer Instagram-Story. „Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein.“ Er versuche immer noch, das Ganze zu verarbeiten, habe „einen wichtigen Menschen verloren“. Er werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen, kündigte er an.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Kantonspolizei Aargau bittet Zeugen sowie Partygäste dringend darum, Bild- und Videomaterial der Nacht direkt über ihren Instagram-Kanal einzusenden. Details zur Tatwaffe oder dem Motiv gibt es bisher nicht.
Ein Rave ist eine meist mehrtägige oder ganztägige Tanzveranstaltung, bei der elektronische Musik wie Techno, House oder Trance von DJs aufgelegt wird. Ursprünglich in den späten 1980er Jahren in der Untergrundkultur entstanden, finden Raves heute sowohl in Klubs und Lagerhallen als auch auf großen Open-Air-Festivals statt.
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