Nach Flutkatastrophe
Mädchen (7) nach vier Tagen aus Schlamm gerettet!
Nach der Flutkatastrophe in Nepal und Tibet werden noch immer mehr als 2500 Menschen vermisst. Mehr als 600 Leichen wurden inzwischen geborgen, ihr Zustand erschwert zunehmend eine Identifizierung. Doch inmitten der vielen Horrormeldungen gibt es jetzt – vier Tage nach dem Drama – auch eine Bergung mit glücklichem Ausgang ...
Wie „Nepal News“ am Samstagabend berichtete, konnten nepalesische Polizisten ein siebenjähriges Mädchen retten, das verschüttet war.
Mit bloßen Händen ausgegraben
In einem Video (siehe unten) der Exekutive ist zu sehen, wie Beamte das Kind mit bloßen Händen ausgraben. Sie räumen dabei Schutt und Steine zur Seite. Das mit Schlamm beschmierte Kind war vier Tage unter den Trümmern gefangen.
Auch Eltern gerettet
Das Mädchen wurde anschließend mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Laut den Ärzten befindet sich die Siebenjährige in einem kritischen Zustand. Bereits zuvor waren ihre Eltern gerettet worden. Sie wurden in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Kathmandu gebracht. Insgesamt konnten bisher „einige Tausend Menschen“ laut Angaben der nepalesischen Behörden gerettet werden.
Schlamm erschwert Suchaktionen
Die Armee in Nepal hatte zuletzt die Such- und Rettungsaktionen intensiviert, stößt aber weiterhin auf große Probleme. „Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle“, sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet in Battar Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten zu landen oder zu starten.
ZUdem erschwert der Zustand der geborgenen Leichen zunehmend die Identifizierung der Opfer. Von 233 im Distrikt Chitwan an der Grenze zu Indien geborgenen Toten konnten bisher lediglich vier identifiziert werden, wie die Bezirksverwaltung am Samstag mitteilte. Die Leichen und menschlichen Überreste verwesten zunehmend, sagte der Bezirksbeamte Ganesh Aryal. Es wurde vor einem möglichen Risiko für die öffentliche Gesundheit gewarnt.
Hygiene mangelhaft
Unabhängig von den von Leichenteilen stammenden Erregern steigt in den Überflutungsgebieten das Risiko etwa für Durchfallerkrankungen. Überschwemmungen können Abwässer und Fäkalien in Trinkwasserquellen spülen, Latrinen können beschädigt, Kläranlagen überflutet sein. In Notunterkünften und provisorischen Camps kann es an Hygiene mangeln. Eine häufig bei solchen Naturkatastrophen verstärkt auftretende Krankheit ist die Cholera, verursacht vom Bakterium Vibrio cholerae.
Furcht vor erneuter Flutwelle
Die Gefahr einer erneuten Flutwelle ist nach chinesischen Angaben etwas gesunken. Der durch Geröllmassen entstandene See am Fluss Purepu Tsangpo sei geschrumpft, teilten die Behörden am Samstag mit. Satellitenaufnahmen deuteten darauf hin, dass das Wasser langsam abfließe, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV unter Berufung auf das Ministerium für Wasserressourcen.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 














Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.