Vor wenigen Monaten wurde das ehemalige Startup Tractive aus Pasching (OÖ) – Hersteller von GPS-Trackern für Haustiere – um 900 Millionen Dollar nach Italien verkauft. Nun gründet die Ex-Führungsriege des Erfolgs-Unternehmens eine neue Firma.
Es war ein Mega-Deal: Im Frühling kaufte das italienische Technologieunternehmen Bending Spoons die Firma Tractive – Hersteller von GPS-Trackern für Haustiere – aus Pasching. Und zwar um satte 900 Millionen Dollar, also knapp 800 Millionen Euro, die „Krone“ berichtete.
„Es war die absolut richtige Entscheidung, ich würde es wieder machen“, sagt Michael Hurnaus, Ex-CEO von Tractive, nun zur „Krone“. Und das trotz eines großen Stellenabbaus: Die neuen italienischen Eigentümer strichen viele der zuvor 270 Jobs in Pasching. „Dass es einen gewissen Abbau gibt, war klar“, sagt Hurnaus. „Bending Spoons hat sich sehr gut um die Leute gekümmert und gute Abfertigungspakete gehabt.“
Vier Investments bereits fixiert
Die ehemalige Führungsriege von Tractive rund um Hurnaus – insgesamt 19 Personen – startet jetzt jedenfalls ein neues Projekt und gründete eine neue GmbH: das Investmentnetzwerk Traxit. Dort liegt nun ein Kapital von einer bis fünf Millionen Euro bereit, dass die ehemaligen Tractive-Chefs in andere junge Unternehmen investieren wollen. Gleichzeitig sollen die Jung-Unternehmer mit Know-How und Beratungen unterstützt werden. Zwischen 50.000 und 150.000 Euro will Traxit pro Unternehmen investieren. Vier solcher Deals sind bereits fixiert, eines der Investments geht nach Oberösterreich.
Damit belebt der Millionen-Verkauf von Tractive nun das heimische Startup-System durch frisches Geld für Neugründer. Einen solchen Multiplikator-Effekt gab es bereits 2015 nach dem Verkauf der Fitness-App Runtastic an Adidas. Einer der Profiteure damals: Tractive.
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