Wenn „Ralf Maier“ von der Polizeidirektion Freistadt anruft, sollten Sie sofort auflegen: Die Exekutive warnt vor einer Welle von Betrugsanrufen. „Inspektor Maier gibt vor, vor Einbrüchen in der nächsten Umgebung zu warnen. Im Mühlviertel klappte der kriminelle Schmäh aber nicht.
Am Donnerstag, etwa ab 13 Uhr beginnend, kontaktierten mehrere Männer und Frauen aus den Gemeinden Königswiesen und Unterweißenbach in einem kürzeren Zeitraum die Polizeiinspektionen Königswiesen und Freistadt. Grund der Kontaktaufnahme war, dass diese Personen, durchwegs ältere Frauen, am Festnetz einen Anruf erhielten.
„Es hat Einbrüche gegeben“
Der Anrufer stellte sich als „Ralf Maier“ von der Polizeidirektion Freistadt vor und gab an, dass es im Umfeld der jeweiligen Parteien zu mehreren Einbrüchen gekommen sei. Es seien auch schon Täter festgenommen und Waffen sichergestellt worden. Allerdings seien noch Täter in der Gegend unterwegs. Spätestens zu diesem Zeitpunkt beendeten alle angerufenen Personen nach eigenen Angaben das Gespräch, weil ihnen der Anruf seltsam vorkam.
Echte Polizisten beruhigten die Opfer
Zwei ältere Damen äußerten bei ihren Anrufen sogar, dass sie sich nun fürchten würden, es sei etwas passiert oder mit einem ihrer Angehörigen. Polizisten fuhren daraufhin zu diesen Frauen und führten persönlich vor Ort beruhigende und präventive Beratungsgespräche zu diesem Telefonbetrug und im speziellen Fall zu falschen Polizisten durch.
Dringende Warnung
• Beenden Sie dubiose Anrufe sofort!
• Weder ein Arzt, ein Polizist oder Staatsanwalt wird Sie jemals anrufen und sie zur Zahlung einer Kaution oder zur Übergabe von Bargeld oder Gold auffordern.
• Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über Bargeld, Wertgegenstände oder Bankguthaben, bzw. Kontodaten.
• Niemals eine SMS eines „Finanzamtes“ oder Ihrer Bank öffnen. Keine dieser Institutionen wird Sie per SMS kontaktieren. Auch keine anderen Institute wie die Österr. Krankenkasse oder Versicherungsinstitute.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie sofort das Gespräch.
• Rufen Sie die Polizei mittels Notruf 133 und kontaktieren sie sofort ihre Angehörigen.
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