Halbjahres-Bilanz

Großes Gewinn-Plus bei der Raiffeisenlandesbank OÖ

Oberösterreich
28.08.2026 13:15
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) hat ihre Ergebnisse heuer im ersten Halbjahr „in einem herausfordernden Umfeld“ spürbar gesteigert. Der Gesamtperiodenüberschuss wuchs um 452,6 Millionen auf 833,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich demnach ebenfalls kräftig – um 611,8 Millionen auf 879 Millionen Euro. „Das erste Halbjahr 2026 war für die RLB OÖ äußerst erfolgreich. Wir konnten unsere Kapitalbasis weiter stärken, im operativen Geschäft wachsen und gleichzeitig wesentliche Zukunftsprojekte vorantreiben“, resümierte Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.

Die Bank sei in zentralen Kundensegmenten gewachsen. Neben einer stabilen operativen Geschäftsentwicklung habe insbesondere die „starke Wertentwicklung der At-equity-Beteiligungen“ (das sind Unternehmensbeteiligungen in maßgeblichem Ausmaß) das Ergebnis geprägt, teilte die Bank mit Blick auf Unternehmen wie den Stahlkonzern Voestalpine und die Raiffeisen Bank International (RBI) mit.

Operativ stabile Entwicklung
Das operative Geschäft entwickelte sich den Angaben zufolge auf einem konstant hohen Niveau. Das Finanzierungsvolumen bezifferte die Bank mit 26,5 Milliarden Euro per Ende Juni 2026 – ein Plus von drei Prozent. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 274,5 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 10,2 Prozent auf 123,5 Millionen Euro zu.

Die Einlagen beziehngsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kunden lägen weiterhin stabil bei 14 Milliarden Euro. Die Konzernbilanzsumme sei mit 49,2 Milliarden Euro gegenüber dem Wert zum Jahresende 2025 „leicht gesteigert“ worden und befinde sich „weiterhin auf hohem Niveau“.

Die Kapitalausstattung der RLB OÖ sei auch im ersten Halbjahr 2026 weiter gestärkt worden. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) habe sich gegenüber dem Jahresende 2025 um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent verbessert, die Gesamtkapitalquote um 0,1 Prozentpunkte auf 21,1 Prozent. „Unsere hohe Kapitalstärke ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil“, so der Generaldirektor.

Spatenstich für neue Konzernzentrale
Im ersten Halbjahr habe die RLB OÖ heuer zahlreiche strategische Initiativen umgesetzt. Ein besonderer Meilenstein sei der Baustart der neuen Konzernzentrale im Linzer Neustadtviertel gewesen – der Spatenstich erfolgte im Mai. Künftig sollen dort bis zu 1.000 Beschäftigte arbeiten.

Im Firmenkundengeschäft wurde den Angaben zufolge eine umfassende organisatorische Neuausrichtung umgesetzt, um Verantwortlichkeiten zu bündeln und Synergien zu heben. Parallel dazu sei die Marktpräsenz in Deutschland weiter gestärkt und die bisherige Zweigniederlassung Süddeutschland zur „Niederlassung Deutschland“ weiterentwickelt worden.

Trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds erwartet die Bank für das zweite Halbjahr „eine weiterhin stabile operative Entwicklung“. Die Investitionen in Digitalisierung, nachhaltige Infrastruktur, moderne Zahlungslösungen und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells will sie „konsequent fortsetzen“.

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