Die Mobilitätsorganisation Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat untersucht, was zum Umstieg vom Auto auf die Bahn führt. Die Ergebnisse für Vorarlberg sind eindeutig: Zum einen wird die Bahn immer beliebter, zum anderen gibt nach wie vor großes Potenzial.
Beim VCÖ-Bahntest gaben 61 Prozent der Vorarlberger Fahrgäste an, dass sie heute Strecken mit der Bahn fahren, die sie früher mit dem Auto zurückgelegt haben. Ein Drittel davon hat sogar einen Gutteil der Autofahrten auf die Bahn verlagert. Der Erwerb eines Klimatickets wurde am häufigsten, nämlich von 72 Prozent, als wichtigster Grund für den Umstieg vom Auto auf die Bahn genannt. 49 Prozent sagten, dass die nutzbare Reisezeit beim Bahnfahren ein entscheidender Benefit war, für 48 Prozent spielten die gestiegenen Kosten für das Autofahren eine Rolle, für 41 Prozent Verbesserungen beim Bahnangebot, für 38 Prozent der Wechsel des Arbeitsplatzes oder des Ausbildungsortes.
„Kosten und Zeit sind zentrale Einflussfaktoren für die Verkehrsmittelwahl. Wer häufig mit Bahn oder Bus mobil ist, spart sich mit dem Klimaticket viel Geld. Und die Zeit beim Bahnfahren kann zum Ausruhen, Lesen, Arbeiten und zum Spielen mit den Kindern genutzt werden“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger die Ergebnisse zusammen.
Das Mobilitätsverhalten ist veränderbar. Umso mehr, als der Großteil der Bevölkerung mehrere Verkehrsmittel nutzt.
Michael Schwendinger. VCÖ
Bereitschaft für Umstieg auf die Bahn ist groß
Was die Untersuchung ebenfalls gezeigt hat: Die Bereitschaft, weitere Autofahrten auf die Bahn zu verlagern, ist bei Vorarlbergs Fahrgästen groß. 26 Prozent der befragten Fahrgäste gaben an, dass sie „viele“ Autofahrten auf die Bahn verlagern könnten, weitere 37 Prozent zumindest „manche“. Als wichtigste Motivationshilfen für einen Umstieg wurden eine kürzere Gesamtreisezeit mit der Bahn sowie ein engerer Takt, insbesondere an den Tagesrändern und an Sonn- und Feiertagen, genannt. Umso wichtiger sei es, das öffentliche Verkehrsangebot weiter zu verbessern, betont der VCÖ.
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