Im ersten Halbjahr hat der Verkehr auf den Hauptrouten durchs Ländle zugenommen – wünschenswert wäre allerdings das Gegenteil. Möglichkeiten, um den Verkehr zu drosseln, gibt es genug.
Die Mobilitätsorganisation VCÖ schlägt Alarm: Im ersten Halbjahr nahm auf der A14 und der S16 der Autoverkehr bei gleich 63 Prozent der Zählstellen zu. Noch schlimmer steht es um den Lkw-Verkehr: Dieser nahm sogar bei 95 Prozent der Zählstellen zu, wie aktuelle Zahlen der Asfinag zeigen. Der am stärksten befahrene Autobahnabschnitt in Vorarlberg war – wenig überraschend – die Rheintalautobahn bei Wolfurt-Lauterach.
Dort wurden in diesem Zeitraum 12,7 Millionen Kfz gezählt, davon waren 93 Prozent Autos. Der Pkw-Verkehr nahm hier um 2,2, der Lkw-Verkehr um 3,8 Prozent zu. Der VCÖ appelliert daher, Maßnahmen zu setzen, um den Verkehr einzudämmen und nicht noch weiter anzutreiben. Fahrgemeinschaften und der Umstieg auf Bus und Bahn wären sinnvolle Alternativen, um die Umwelt zu schonen und auch die eigenen Nerven – Stichwort Stau.
Fahrgemeinschaften und Verlagerung auf die Schiene
Sowohl Unternehmen als auch Freizeitziele könnten mit Mobilitätsmanagement wirksame Anreize zum Umstieg setzen, meint Klara Maria Schenk vom VCÖ. Anbieten würden sich hier etwa steuerbegünstigte Öffi-Jobtickets und Gutscheinsysteme. Auch der Güterverkehr sollte dringend gedrosselt werden. Eine Potenzialflächenanalyse der Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft zeige mögliche gewerbliche Standorte mit Gleisanschlussmöglichkeiten und schienenaffine Betriebsstandorte auch in Vorarlberg, heißt es vonseiten des VCÖ. Diese müssen dann aber eben auch genutzt werden.
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