Ab dem 1. April 2027 wird in Österreich das Einfrieren von Eizellen ohne medizinischen Grund erlaubt. Bisher können dieses Angebot zum Beispiel Patientinnen mit Krebs und Endometriose nutzen. Wie das sogenannte Medical Freezing funktioniert und was dabei zu beachten ist, hat krone.at bei dem Gynäkologen Mathias Brunbauer nachgefragt.
Das Verfahren wird in Brunbauers Kinderwunschklinik ungefähr einmal pro Monat durchgeführt. Selten wenden sich zum Beispiel Krebspatientinnen an die Klinik, die vor einer Chemotherapie stehen, die die Eizellreserve zerstören könnte. Erlaubt sei Medical Freezing auch für Patientinnen mit Endometriose, bei denen oft Operationen im Bauchraum nötig seien, oder für Frauen mit der Autoimmunerkrankung Lupus. Die genauen Diagnosen zähle das Gesetz nicht auf, sagt Brunbauer im Gespräch mit krone.at. Im Einzelfall unterliege es der Ärztin beziehungsweise dem Arzt, zu entscheiden, ob ein medizinischer Grund vorliege oder nicht.
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