Bitte warten! Das Promenadengeviert bleibt noch bis nächstes Jahr – bis Ende August 2027 – eine Großbaustelle. Doch der Aufwand lohnt sich: Mit neuer Technik und umfangreichen Sanierungen erhält einer der wichtigsten Innenstadtbereiche ein völlig neues Gesicht. Die „Krone“ besichtigte die Baustelle.
Der Umbau des Linzer Promenadengevierts, das gleich neben dem Landhaus und unter dem Schlossberg liegt, läuft seit Mai 2025 und umfasst Schauspielhaus, Kammerspiele, Redoutensäle und Promenadenhof.
Ziel ist die denkmalgerechte Erhaltung des historischen Komplexes bei gleichzeitiger Modernisierung der Bau- und Haustechnik. Das Investitionsvolumen beträgt rund 60 Millionen Euro.
Zeit- und Kostenplan halten
„Wir sind im Plan“, betonen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Thomas Königstorfer, Chef der Theater- und Orchester GmbH. Einen wichtigen Meilenstein markierte kürzlich die Gleichenfeier, die den weitgehenden Abschluss der Rohbauarbeiten symbolisiert.
Stelzer betont außerdem die Besonderheit des Ortes. Das Landestheater Linz an der Promenade zählt zu den ältesten Theaterstandorten Österreichs und prägt seit mehr als 200 Jahren das kulturelle Leben der Stadt: „Heute geht es uns um die bestmögliche Synergie von Erhaltung der historischen Bausubstanz und moderner Erweiterung.“
Der Umbau erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Darüber hinaus übernimmt das Land, so Stelzer, durch die „große wirtschaftliche Investition auch Verantwortung für den Standort Oberösterreich.“
Die wesentlichen Eckpunkte des Projektes
Die Redoutensäle werden restauriert, ebenso der Promenadenhof, wo Haustechnik und Rohbau des neuen Wintergartens bereits abgeschlossen sind, wie sich beim Rundgang der „Krone“ zeigt. Dieser eröffnet schon jetzt einen wunderschönen Blick auf den historisch geprägten Innenhof. Hier könnte ein gesellschaftlicher Treffpunkt entstehen, denn auch die Gastronomie (Promenadenhof) wird erweitert und modernisiert. Die Renovierung des spätbarocken Spiegelsaals, der für Festlichkeiten begehrt ist, wird dabei eng von Denkmalschutz und Restauratoren begleitet.
Neue Technik, neue Drehbühne, neue Probenbühnen
Im Theaterbereich werden derzeit die Bühnenböden der Kammerspiele erneuert, das Schauspielhaus kommt nächstes Jahr dran. Zusätzlich stehen thermische Sanierungen, neue Sanitäranlagen sowie Modernisierungen der Heizungs- und Kältetechnik bzw. Bühnentechnik auf dem Programm.
Neu ist auch ein Innenhof mit einem Verbindungsgebäude Richtung Lessingstraße, was bereits im Rohbau fertiggestellt ist. Die Kammerspiele werden damit barrierefrei zugänglich gemacht, auch Aufzüge wird es geben. Die Vorbereitungen für die Errichtung der neuen Studiobühne sind im Laufen.
Zukunftsfit: Abwärme der Tiefgarage wird genützt
Nachhaltigkeit wird im künftigen Promenadengeviert groß geschrieben: Für nachhaltige Energie sorgt künftig eine Wärmepumpe, die auch die Abwärme der Promenaden-Tiefgarage nutzt. Die technischen Vorbereitungen dafür laufen bereits.
Nach einer vierten Bauphase von Oktober 2026 bis Mai 2027 wird der Spielbetrieb im Schauspielhaus von Juni bis Ende August 2027 nochmals für finale Arbeiten pausieren. Die vollständige Fertigstellung des Promenadengevierts neu ist für Herbst 2027 geplant.
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