Fünf Monate sind seit dem großen Sicherheitsgipfel in Linz vergangen. Seither wurde hinter den Kulissen beraten, diskutiert und an Konzepten gearbeitet. Nun steigt der Druck, dass daraus endlich konkrete Schritte werden. Rund um Hauptbahnhof und Volksgarten bleibt einiges offen – und auch politisch wird der Ton rauer.
Fünf Monate ist es her, dass sich die Linzer Stadtpolitik mit Polizei und Experten zum großen Sicherheitsgipfel traf. Seither wurde in Arbeitsgruppen beraten – VP-Stadtvize Martin Hajart reicht das nun nicht mehr. Er fordert Ergebnisse und konkrete Maßnahmen. Vor allem rund um Hauptbahnhof und Volksgarten sieht er weiter Handlungsbedarf. „Jetzt ist Herbst, und damit ist es höchst an der Zeit, die Ergebnisse auf den Tisch zu legen. Die Linzer erwarten sich keine weiteren Arbeitsgruppen und Ankündigungen, sondern sichtbare Verbesserungen. Prammer und Raml müssen sagen, was konkret erarbeitet wurde, was davon umgesetzt wird und vor allem, bis wann“, erhöht Hajart den Druck.
Drogenmonitoring und Alk-Verbot
Dabei verweist der VP-Chef auf Forderungen, die bereits beim Sicherheitsgipfel am 11. Mai diskutiert wurden. Hajart will unter anderem ein Drogenmonitoring mittels Abwasseranalysen, ein Alkoholverbot am Bahnhofsvorplatz und im Bahnhofspark sowie mehr Videoüberwachung an stark frequentierten Haltestellen und bekannten Brennpunkten. Im Volksgarten tut sich zumindest etwas: Noch im Oktober sollen 39 bestehende Lichtpunkte durch neue Lichtstelen ersetzt werden. Kostenrahmen: bis zu 299.000 Euro.
Zusätzlichen Druck will die VP nun mit der Kampagne „Linz muss sauberer und sicherer werden“ samt Petition machen. Die dazugehörige Tour durch Linz startet am 12. Oktober.
Ergebnisse werden am 15. Oktober präsentiert
SP-Stadtchef Dietmar Prammer und FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml kontern gemeinsam und nennen gegenüber der „Krone“ einen konkreten Termin: „Die Arbeitsgruppe hat, wie beim Sicherheitsgipfel vereinbart, über den Sommer gearbeitet. Aktuell werden Konzepte fertiggestellt, die in der Stadtsenatssitzung am 15. Oktober präsentiert werden. Dort wollen wir die nächsten konkreten Schritte beschließen.“
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