Grenzgebiet

Löschwasserbehälter gleich für drei Gemeinden

Salzburg
19.08.2026 10:00

Eine Stelle mit Wasserengpass im Grenzgebiet zwischen Eugendorf, Henndorf und Seekirchen wurde heuer behoben. Auslöser war ein Brand auf Seekirchner Gemeindegebiet. Derzeit kommt es anderenorts immer wieder zu mühsamen Löscheinsätzen, wo lange Leitungen gelegt werden müssen. 

Die Brände der vergangenen Wochen haben aufgezeigt, wie schwierig die Löschwasserversorgung in Trockenzeiten sein kann. Auch Swimmingpools wurden für die Löscheinsätze angezapft. Beim gestrigen Brand in St. Koloman mussten lange Leitungen zum Einsatzort gelegt werden, um ein übergreifen der Flammen von einem Bauernhof auf einen angrenzenden Wald zu verhindern. Im Flachgau haben jetzt gleich drei Gemeinden ein Grenzgebiet abgedeckt.

Direkt an der Ortseinfahrt von Henndorf ist ein 200 Kubikmeter großer Löschwasserbehälter entstanden, der mittlerweile auch in Betrieb ist. Das Besondere: Ein Brand im Gebiet von Seekirchen zeigte die Schwachstelle, der Grund auf dem der Behälter liegt, ist noch in Eugendorf und die naheste Feuerwehr ist in Henndorf. Weil alle drei Gemeinden profitieren, haben auch alle mitbezahlt und sich die Kosten gedrittelt. „Der Behälter ist wichtig, da es in dem Gebiet wenig Wasser gibt“, erklärt Henndorfs Ortsfeuerwehrkommandant Simon Leitner. Anfang der 2000er-Jahre habe es im Ort einen regelrechten Bauboom derartige Löschwasserbehälter gegeben, meist auf Initiative der Bauern.

Zitat Icon

Es ist auch nicht so mannschaftsintensiv, weil wir direkt vom neuen Behälter das Wasser absaugen können. 

OFK Simon Leitner

Nach den Bauarbeiten ist jetzt nichts mehr von dem unterirdischen Tank zu erkennen. Lediglich der Saugstutzen, wo die Pumpen angeschlossen werden, schaut bei der Oberfläche heraus. „Das hat viele Vorteile. Es kann nichts versickern und durch die geschlossene Bauweise auch nichts verdunsten“, so Leitner. Bei klassischen Löschteichen ohne Zulauf ist das anders.

Das Wasser für den Behälter kommt von einer Trinkwasserleitung. „Wir füllen nur behutsam und zu Zeiten, wo es sonst nicht gebraucht wird.“ 

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