Waren in großer Gefahr

Katzenbabys beinhart an Bundesstraße ausgesetzt

Land & Leute
19.08.2026 08:27
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Wie eiskalt kann man bitte sein? Vier wenige Tage alte Kätzchen, die noch kaum ihre Augen öffnen konnten, wurden an einer Bundesstraße ausgesetzt. Glücklicherweise wurden sie noch rechtzeitig von aufmerksamen Anrainern entdeckt und von der Pfotenhilfe gerettet.

„Wir bekommen immer noch mehrmals pro Woche ausgesetzte oder zurückgelassene Katzen. Diesmal ist es wieder besonders tragisch“, zeigt sich Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler entsetzt. Vier Katzenbabys wurden kurzerhand bei einem Haus direkt an der Bundesstraße, der B148 in Kirchdorf am Inn (OÖ), ins hohe Gras geschmissen. Anrainer hatten die Katzenkinder entdeckt und Hilfe gerufen.

Die Kleinen, die noch kaum ihre Augen öffnen konnten, wurden damit nicht nur viel zu früh von ihrer Mutter getrennt – sondern auch größter Gefahr ausgesetzt! „Als Erstes musste ich die Kleinen dringend füttern, weil sie so vor Hunger schrien“, erzählt Stadler. Die Kätzchen wurden zum fast eine Stunde entfernten Tierschutzhof Pfotenhilfe nahe der Grenze zu Salzburg gebracht.

Die Pfotenhilfe appelliert an Katzenhalter, sich ans Tierschutzgesetz zu halten und Katzen kastrieren zu lassen. Im Falle einer Missachtung können Verwaltungsstrafen drohen. Für das Aussetzen von Tieren kann sogar eine Freiheitsstrafe verhängt werden.

Beobachtungen und Hinweise zu diesem Fall und generell zu schlechter Tierhaltung oder Tierquälerei können – wenn nötig anonym - über das Kontaktformular auf www.pfotenhilfe.at übermittelt werden.

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