Sieben Gemeinden gehören zum Wasserverband in Plainfeld und jede will die Lieferung des kostbaren Gutes erhöhen. Die Quelle hat einen Tiefstand erreicht. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Der Verband konnte zusätzliches Wasser auftreiben.
Der Wasserverband Plainfeld versorgt sieben Gemeinden und stößt wegen der Trockenheit jetzt an Grenzen. Neben den Plainfelder Haushalten sprudelt es aus dem Leitungsnetz auch für Hof, Koppl, Eugendorf, Hallwang, Henndorf und Seekirchen. Rund 20.000 Abnehmer drehen Wasserhähne, Duschen oder Gartenschläuche auf und vertrauen auf Plainfelder Wasser.
Unsere Quelle in Plainfeld hat mit 14 Sekundenlitern den historischen Tiefstand erreicht. Dass das so dramatisch einbricht, hat keiner geglaubt. Wir werden aber

Wolfgang Ganzenhuber, Bürgermeister in Plainfeld
Bild: Markus Tschepp
Der Verband verteilt aktuell 46 Sekundenliter Wasser. Seit zusätzlich die Brunnenanlage Wasenegg in Thalgau angeschlossen ist, konnte die Menge erhöht werden. Matthias Bahngruber, seit mehr als 40 Jahren Geschäftsführer im Verband: „Eigentlich war der Brunnen nur als Notversorgung gedacht, falls unsere Quelle einmal ausfällt.“
Doch mit den Reserven wird es jetzt immer enger, weil die Quelle zunehmend austrocknet. „Unsere Quelle hat einen historischen Tiefststand erreicht. Während früher noch 20 bis 30 Sekundenliter sprudelten, waren es zuletzt nur noch 14 Sekundenliter“, so Bürgermeister Wolfgang Ganzenhuber über einen alarmierenden Trend.
Und weil die Not überall groß ist, fragen die Mitglieder um mehr Wasser an. Eugendorf drängt und will von elf Sekundenlitern auf 16 erhöhen. Henndorf hat überhaupt um zehn zusätzliche Sekundenliter angesucht. Dort sorgen gerade Pläne des Golfplatzes, der nach Wasser bohren will, für Unmut. Mit einer Autowaschanlage geht gerade ein weiteres „Wasser-intensives“ Unternehmen in Betrieb. Und Bitten um zusätzliches Wasser gibt es auch von allen anderen Gemeinden.
Zusätzliches Wasser aus Hallwang gesichert
Die gute Nachricht: Plainfeld ist gerade dabei, zusätzliches Wasser für die Zukunft zu sichern. Aus der Quelle Tiefenbach, die von der Salzburg AG betrieben werden, können künftig 15 Sekundenliter bezogen werden. Bahngruber: „Der Vertrag ist unterzeichnet und das Projekt wird gerade eingereicht.“ Es braucht dafür auch eine neue Zuleitung. „Wir gehen davon aus, dass bis zum nächsten, hoffentlich nicht so trockenen Sommer, alles bereit sein wird“, so Bahngruber.
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