Schauspielerin Marie Zielcke will mit ihren Aktbildern im PLAYBOY ein Zeichen gegen den Perfektions- und Jugendwahn setzen. „Ich liebe mich, und ich liebe meinen Körper. Aber als Frau und vor allem auch als Schauspielerin wird man jeden Tag verglichen“, sagte die 47-Jährige im Interview mit dem Männermagazin, dessen Cover der November-Ausgabe sie ziert.
„Ich bin in der Branche, seit ich 15 Jahre alt war, und habe in jeder Altersstufe zu spüren bekommen, was für eine unglaubliche Bewertung und auch Abwertung gegenüber Körpern, die nicht ins Schema F passen, hier immer wieder stattfindet“, fuhr Zielcke im Gespräch mit dem „Playboy“ fort.
Sie findet: „Es kann nicht sein, dass wir bei 50 Kilo plus nicht mehr existent sind und mit 45 Jahren aufwärts von der Bildfläche verschwinden.“
„Falten endlich salonfähig machen“
Den Versuch, bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen, sieht Marie Zielcke kritisch: „Deswegen versuchen ja auch alle, immer jünger auszusehen und ihre Körper in die Standardgrößen zu pressen. Ich finde, wir sollten unsere Kurven feiern und betonen, statt sie immer zu kaschieren, und auch Falten endlich salonfähig machen.“
Mit ihrem „Playboy“-Shooting, das im bekannten Stundenhotel „Hotel Orient“ in Wien stattfand, möchte die Schauspielerin deshalb auch anderen Frauen Mut machen, und thematisiert im Interview mit dem Männermagazin auch die Reaktionen, mit denen sie auf diesen Schritt rechnet.
Fotos für alle Frauen, die sich nicht trauen
„Der Gedanke daran hat mich schon die eine oder andere Nacht wachgehalten. Aber ich habe die Fotos nicht nur für mich, sondern auch für alle Frauen da draußen gemacht, die sich deswegen nicht trauen, das zu tun, was sie gerne tun würden“, erklärte die Schauspielerin.
Und weiter: „Jede Diskussion über dieses Thema bringt noch mehr ins Bewusstsein, dass es völlig in Ordnung ist, so zu sein, wie man ist. Und wenn ich diejenige bin, die sie mit den Bildern nochmal anstößt, dann soll es so sein.“
„Hat mich sehr getroffen“
Auch das TV-Aus für „Unter uns“ nach mehr als 30 Jahren war im Interview ein Thema. „Es hat mich natürlich sehr getroffen, zu hören, dass es für ,Unter uns‘ keine Zukunft bei RTL geben wird“, so Zielcke. „Nicht unbedingt meinetwegen, sondern weil an dieser Serie natürlich unglaublich viele Mitarbeiter und Arbeitsplätze hängen und so viel Herzblut in ihr steckt. ‘Unter uns‘ ist ein Stück Heimat im Fernsehen, und irgendwie auch Nostalgie und Zusammengehörigkeit.“
Weitere Motive exklusiv unter: playboy.de.
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