Komplize mitangeklagt

Mordanklage: Vierfach-Mama brutal hingerichtet

Gericht
18.08.2026 05:50

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt (NÖ) gibt eine furchtbare Tragödie wieder: Luka O. tötete seine Ehefrau nicht nur mit drei Schüssen aus einer illegalen Waffe, sondern stach auch 40-mal zu. Die Anklagebank wird er sich mit seinem mutmaßlichen Waffenhändler teilen müssen.

Es ist Ostersonntag. Die vier Kinder sind gerade nicht zu Hause. Luka O. (Name geändert) stellte die Ostergeschenke für sie auf den Küchentisch. Er wohnt schon länger nicht mehr in dem schmucken Einfamilienhaus in Sooß (NÖ). Maria (Name geändert) trennte sich von dem 47-Jährigen, als er ihr 2019 das erste Mal ins Gesicht schlug. Etwas, was der vorbestrafte Kosovare nie so richtig akzeptieren konnte.

40 Stiche mit einem Schraubenzieher
Und das muss die hübsche 38-Jährige am 5. April mit ihrem Leben bezahlen. Luka O. zückt an jenem Sonntag eine illegale Pistole, die er in seiner Jacke versteckt, und drückt dreimal ab – er trifft Maria in den Kopf. Dann folgt ein Akt von unbeschreiblicher Brutalität: Mit einem Schraubenzieher sticht der 47-Jährige 40-mal auf seine bereits leblose Ehefrau ein ...

13-jähriger Sohn fand leblose Mama
„Er legte sie neben der Gartenhütte ab und verbarg den Körper unter Grünschnitt“, so die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt (NÖ) in ihrer Mordanklage. So musste der 13-jährige Sohn die Leiche seiner Mutter wenig später finden.

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Dabei teilte der Erstbeschuldigte seinem Bekannten mit, dass er die Waffe zur Tötung seiner Ehefrau benutzen werde.

Mordanklage gegen zwei Männer

Wann sich Luka O. vor den Geschworenen verantworten muss, ist noch offen. Aber: Er wird nicht alleine vor den Laienrichtern sitzen. Denn die Staatsanwaltschaft hat ebenfalls Anklage gegen einen Beitragstäter eingebracht. Jenen 45-Jährigen, der O. die Waffe verkauft hatte.

900 Euro zahlte der Kosovare für die Pistole, mit der er letztlich Maria tötete. „Dabei teilte der Erstbeschuldigte seinem Bekannten mit, dass er die Waffe zur Tötung seiner Ehefrau benutzen werde“, so die Staatsanwaltschaft. Die Reaktion des Zweitangeklagten: „Das ist mir egal.“

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Das, was hier passiert ist, ist eine Tragödie. Aber mein Mandant hat mit dem illegalen Waffenverkauf nichts zu tun. Er sitzt seit Monaten unschuldig in U-Haft.

Anwalt Mirsad Musliu

Deswegen droht nun auch ihm eine bis zu lebenslange Freiheitsstrafe wegen Beitrags zum Mord. Sein Verteidiger Mirsad Musliu ist aber überzeugt: „Mein Mandant hat nie eine Waffe verkauft.“ Auch habe er von dem grausamen Vorhaben des 47-Jährigen überhaupt nichts gewusst.

Luka O. belastet seinen Bekannten aber schwer. Und auch sich selbst, gibt dabei Verstörendes von sich: Er spricht von übersinnlichen Fähigkeiten, schwarzer Magie und dass er seine Kinder habe befreien müssen. Laut psychiatrischem Gutachten ist er aber zurechnungsfähig.

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