Brisante Aussagen

Ökonom sagt Putins Niederlage voraus – gefeuert!

Außenpolitik
17.08.2026 20:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein prominenter Ökonom hat Russland im Krieg gegen die Ukraine eine Niederlage prophezeit – und wurde daraufhin bei einem Staatsunternehmen gefeuert. Andrej Klepatsch erklärte zuvor, dass es für Russland unmöglich sei, den Abnutzungskrieg zu gewinnen, und dass das Land auf eine Krise zusteuere. 

In einem Klub der Moskauer Börse hatte Klepatsch einen Vortrag gehalten, wie die Zeitung „The Moscow Times“ berichtete. Darin erklärte der Ökonom, dass die Ukraine wirtschaftlich überleben werde. „Wir geben uns der Illusion hin, dass dort alles zusammenbrechen wird. Es ist nicht zusammengebrochen und wird auch nicht zusammenbrechen“, wurde er zitiert. 

Russland steuert laut Klepatsch auf eine soziale Krise zu
Der 67-Jährige führte zudem aus, dass die russischen Kriegskosten dagegen steigen würden. Das Land werde „sowohl im technologischen als auch im wirtschaftlichen Wettbewerb weltweit“ den Kürzeren ziehen, zeigte sich Klepatsch überzeugt. „Ich glaube nicht, dass Russland zusammenbrechen wird, aber ich bin mir fast sicher, dass wir in eine soziale Krise geraten werden“, schloss er.

Hier sehen Sie ein Bild des gefeuerten Chefökonomen: 

Mit solchen Aussagen machte er sich beim russischen Regime offenbar sehr unbeliebt. Denn der russische Präsident Wladimir Putin und sein Gefolge behaupten stets, dass er die Lage im Invasionskrieg gegen die Ukraine unter Kontrolle habe. 

Klepatsch gehört zu den renommiertesten Wirtschaftsexperten in Russland und hatte zwölf Jahre für die VEB.RF, vormals die russische Staatsbank für Außenwirtschaft, gearbeitet. Davor war er zehn Jahre im russischen Wirtschaftsministerium tätig. Laut dem unabhängigen Portal „The Bell“ habe ein „Anruf von oben“ dazu geführt, dass Klepatsch seinen Posten als Chefökonom verloren habe. Auch der Entlassene selbst bestätigte gegenüber „Forbes“, dass er gefeuert worden sei – ohne jedoch Gründe dafür zu nennen. 

Auch die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete von seinem Abgang – sein Nachfolger wird in Kürze ernannt. „Der Kandidat steht bereits fest“, hieß es.

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