Nach den Teileinsturz eines Wohngebäudes in Innenstadt mit einer Toten und drei Verletzten ermittelt die Wiener Staatsanwaltschaft gegen vier Beschuldigte.
Am 20. September stürzte ein Haus in der Färbergasse teilweise ein. Es gab eine Tote und drei Verletzte – wir berichteten mehrfach. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt nun gegen vier Beschuldigte. Der Verdacht lautet auf fahrlässige Gemeingefährdung, wie ein Behördensprecher der APA am Samstag bestätigte.
Das heißt nicht automatisch, dass die Beschuldigten Personen sind, es kann sich dabei auch um Firmen handeln. In dem Gebäude haben zum Unglückszeitpunkt Umbauarbeiten stattgefunden. Schnell wurde gemutmaßt, die Arbeiten könnten mit dem Einsturz in Zusammenhang stehen. Das ist Gegenstand von Ermittlungen.
Die Wiener Berufsfeuerwehr hatte am Abend des Vorfalles eine 57-jährige Frau mit schweren Verletzungen aus den Trümmern gezogen. Zwei weitere Bewohner, ein 60-jähriger Mann und eine 88-jährige Frau, wurden leicht verletzt.
Noch am Folgetag wurde eine 85-jährige Mieterin vermisst. Sie hatte sich weder unter den Geretteten befunden, noch wurde sie an ihrem Nebenwohnsitz in Niederösterreich angetroffen.
Als ihr Mobiltelefon im Bereich des eingestürzten Teils geortet worden ist, verstärkten die Einsatzkräfte ihre Suche auf diesen Bericht. Die Seniorin – eine renommierte Wissenschafterin – konnte nur noch tot geborgen werden.
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