Was haben wir nicht schon alles an Unsinn zu hören bekommen in der ewigen Debatte um die Verlängerung des Wehrdienstes. Mit allen möglichen und unmöglichen Zahlenspielchen wurde innerhalb der uneinigen Regierungskoalition herumgestritten.
Was dabei gänzlich unter den Tisch fiel, sprach nun völlig zu Recht ausgerechnet eine Politikerin an, die bisher nicht als Militär-Expertin ausgewiesen schien. Sie könne nachvollziehen, dass Frieden verteidigt werden müsse, auch Österreich seine Verteidigungsfähigkeit steigern müsse, sagte sie. „Deshalb hätte ich mir gewünscht in dieser Debatte, dass wir uns tatsächlich mit den Sicherheitsfragen beschäftigen, die da dahinterstecken. Und: Was ist unser Zielbild?“
Ja, das sind wirklich die Fragen, die längst hätten gestellt und beantwortet werden müssen. Wer diese Fragen jetzt stellt? Im ORF-„Sommergespräch“ ausgerechnet Leonore Gewessler, die Chefin der pazifistisch geprägten Grünen.
Die schwache Dreierkoalition muss für das Durchbringen ihrer Pläne zu Militär- und Zivildienst um die Zustimmung einer der beiden Oppositionsparteien buhlen – die Grünen wären erste Adresse. Deren Chefin meint nun, die erste Frage müsse nicht sein, wie lange der Wehrdienst dauere, „sondern was lernen die da?“, so die Ober-Grüne. Denn die jungen Männer, die das betrifft, hätten sich Klarheit verdient.
Nicht nur diese – auch das Bundesheer und die Österreicherinnen und Österreicher insgesamt haben sich diese Klarheit verdient!
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