Die Dürre hält auch in Salzburg weiter an: Es fiel heuer bisher rund halb so viel Regen wie im langjährigen Schnitt. Ausreißer sind nur Gewittertage. Ein Wetter-Titel ging im Juli nach Zell am See.
„Wir kratzen in Salzburg derzeit an der untersten Schwelle“, sagt Michael Butschek, Regionalleiter bei Geosphere Austria über die große Dürre, die das ganze Bundesland hart trifft. Ob wir tatsächlich den trockensten Sommer aller Zeiten durchleben, will er nicht final beurteilen: „Der Sommer ist noch nicht vorbei“, so Butschek.
Es fielen heuer auch in Salzburg tausende Liter weniger Regen. Im Schnitt war es ein Minus von rund 50 Prozent. In Salzburg-Freisaal gingen im Juli sogar nur 42 Millimeter Niederschlag auf die Messstelle nieder. Das ist um 76 Prozent weniger als in den Vorjahren. Nur minimal feuchter war es in St. Johann (minus 76 Prozent) und Abtenau (minus 71 Prozent). Auch bei Gesamtmengen, die 2026 insgesamt in Salzburg schon vom Himmel fielen, zeigt sich ein dramatisches Bild.
Beim Salzburger Flughafen gab es bisher nur 410 Millimeter Jahresniederschlag (in Freisaal 470 Millimeter), während es im langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 im Stadtbereich noch 779 Millimeter Regen pro Quadratmeter waren (von 1990 bis 2000 766 Millimeter). Im Lungau fällt der Sommer 2026 ebenso trocken aus: Nur 329 Millimeter (im Vergleich zu 464 Millimeter).
Gewitter bringen viel Regen in kürzester Zeit
Ausreißer sind Gewittertage, wo es so intensiv vom Himmel prasselt, dass die trockenen Böden das Wasser gar nicht mehr aufnehmen können. Am 6. August sorgte eine Front in der Stadt für 40 Liter Wasser in kurzer Zeit. Am 2. August, jenem Tag, wo auch Obusse massiv beschädigt wurden, waren es 26,6 Liter Regen.
Mit längeren Regenpausen musste das Flachland auskommen. Im noch kurzen August gab es bei der Messstelle Freisaal schon drei Tage ohne Niederschlag. In den Gebirgsregionen sind regenfreie Tage zumindest seltener. Ein derzeit begehrter Titel geht in einer bundesweiten Auswertung nach Salzburg: Die Schmittenhöhe (1956 m) war im Juli mit 188 Millimeter Regen der nasseste Ort Österreichs. Erklärung könne dafür nur ein starkes Gewitter sein, so Butschek.
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